Projektmittel liefen nach der Anlaufphase aus

2014 wurde das integrative Arbeits-Projekt im Revierpark Nienhausen angeschoben. Im ersten Jahr versuchte der Landschaftverband Westfalen Lippe über ein vom Land angeschobenes Sonderprogramm „1000 Arbeitsplätze mit Behinderung“ zu schaffen. Gelsenkirchen stieg mit dem Ziegenmichel e.V., bis dahin Träger für das Kinderland und den Lehr- und Erlebnisbauernhof im Nordsternpark, ein. Der Verein hatte im Vorfeld auch die Trägerschaft für die Kinderburg übernommen..

Neben neuen, auch mit Spenden (unter anderem von „Schalke hilft“) finanzierten Spielplatz-Angeboten, der Lama-Station und der reaktivierten Gartenbahn entstanden die Gärten. Eine Anleiterstelle und fünf Außenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen wurden aus Projektmitteln für das Kinderburg-Angebot (mit)-finanziert. Eine weitere behinderte Mitarbeiterin wurde mittlerweile für den Gastronomiebetrieb übernommen. Die Beteiligten zeigten enormes persönliches Engagement. „Die Leute sind selbst am Wochenende gekommen, um zu gießen“, sagt Michael Lorenz.

Die Projektfinanzierung lief nach einem Jahr aus. „Doch gerade mit unserer Klientel“, so Lorenz, „braucht es Zeit, damit man so etwas entwickelt“. Lutz Dworzak, SPD-Ratsherr und Vorsitzender des Sozialausschusses, mühte sich vergeblich im zuständigen Landesministerium um eine Verlängerung. Für mehr Nachhaltigkeit sorgt jetzt die Stadt – zumindest für ein weiteres Jahr: 22 500 Euro für Personalkosten wurden in den Haushalt eingestellt. Lorenz nötigt das Respekt ab: „Das ist aller Ehren wert, wenn du als Kommune nix auf der Tasche hast, mit so einem Projekt weiter zu machen.“