Polizei Gelsenkirchen sucht gezielt nach mobilen Einbrechern

An der Uferstraße in Gelsenkirchen führen Beamte der örtlichen Polizei eine Verkehrskontrolle durch. Dabei gilt ihr Augenmerk insbesondere älteren Fahrzeugen, Kleintransportern und Autos mit ausländischen Kennzeichen. Die Polizei sucht gezielt nach gut organisierten Einbrecherbanden, die mobil sind und die gute Infrastruktur des Reviers nutzen, um zuzuschlagen und zu flüchten.
An der Uferstraße in Gelsenkirchen führen Beamte der örtlichen Polizei eine Verkehrskontrolle durch. Dabei gilt ihr Augenmerk insbesondere älteren Fahrzeugen, Kleintransportern und Autos mit ausländischen Kennzeichen. Die Polizei sucht gezielt nach gut organisierten Einbrecherbanden, die mobil sind und die gute Infrastruktur des Reviers nutzen, um zuzuschlagen und zu flüchten.
Foto: Funke Foto Services
Schwerpunktkontrollen an der Ufer- und Reckfeldstraße in Gelsenkirchen. Opel-Fahrer festgenommen - gegen ihn lag ein Haftbefehl vor.

Gelsenkirchen.. Mit einer weiteren konzertierten Aktion „Mobile Täter im Visier“ hat die Polizei am Mittwoch Schwerpunktkontrollen im Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet, darunter Gelsenkirchen, durchgeführt. Der Einsatz richtete sich gegen mobile Einbrecher, die „bandenmäßig organisiert sind und die gute Infrastruktur in unserer Region nutzen“, wie Polizeisprecher Olaf Brauweiler erklärte. Sie reisten von außerhalb an, begingen in kurzer Zeit eine Vielzahl von Einbrüchen und verschwänden anschließend wieder über Autobahnen, Bundes- und Landstraßen.

Rund 1000 Beamte kontrollierten an den wichtigsten Verkehrswegen Autofahrer und Beladung. In Gelsenkirchen „fischten“ die Beamten in Höhe der Uferstraße und an der Reckfeldstraße nahe der A42 die Verkehrsteilnehmer aus dem Fahrzeugstrom heraus. Die Bilanz bis gestern Nachmittag: 73 Autos überprüft, fünf durchsucht und dazu die Personalien von 97 Menschen überprüft, zehn eingehender durchsucht. Für den Fahrer eines in Gelsenkirchen zugelassenen Opel-Vans bedeutete die Uferstraße Endstation. Nicht nur, dass die Ladung seines Anhängers mit Metallprofilen ungenügend gesichert war und den Hänger überragte, er wurde auch noch per Haftbefehl gesucht. Folge: die Festnahme. Ein anderer Fahrer musste mit auf die Wache zur Blutprobe, weil er Drogen konsumiert hatte. Des Weiteren fertigten die Polizisten sechs Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verkehrsverstößen und sprachen fünf Verwarnungsgelder wegen Verkehrsverstößen aus. Heißt: Die Verkehrsteilnehmer waren ohne grüne Umweltplakette unterwegs, der TÜV abgelaufen und Ähnliches.

Mit den gezielten Kontrollen im Rahmen dieser Schwerpunktaktion nutzt die Polizei die Chance, mehr über die Arbeitsweise und Reisebewegungen der Einbrecher und Diebe zu erfahren. Sie bittet die Bürger, aufmerksam zu sein. Verdächtige Beobachtungen sollen Zeugen am besten direkt über den Notruf 110 der Polizei mitteilen. „Für die Ermittlungen sind solche Hinweise eine wertvolle Hilfe“, sagte Brauweiler.

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