Persönliche Sicht auf "Die Schöne und das Biest"
29.08.2008 | 08:20 Uhr 2008-08-29T08:20:00+0200
Gelsenkirchen. Ihr hat das immer noch junge Consol Theater, das mit seiner professionellen Mischung aus Poesie, Musik und Drama auf Anhieb deutliches Profil gewinnen konnte, viel zu verdanken: Regisseurin Andrea Kramer, die zum künstlerischen Leitungsteam der Bismarcker Bühne von Beginn an zählt.
Jetzt inszenieret sie eine „ganz eigene und persönliche Sicht” auf das klassische Thema „Die Schöne und das Biest”. Premiere hat die Neuproduktion auf Consol am 7. September, 15 Uhr. Karten für diese und die weiteren Vorstellungstermine (8., 9., 14., 16., 17. September) gibt es über Telefon 0209/9882282.
Die Ausstattung entwirft Sabine Kreiter, die theaterpädagogische Begleitung liegt in den Händen von Melody Roszkiewicz, für Technik sind Hannes Koch/ Uwe Regulski verantwortlich. Als Dramaturgin arbeitet Sylvie Ebelt mit. Andrea Kramer zu ihrer Fassung: „Wir spielen das Thema aus der Perspektive von zwei jungen Clowns, die sich erstmals in der Sympathie, Zuneigung und schließlich Liebe üben. Er ist vernarrt in sie, sie aber nicht in ihn - schließlich bildet er für sie das Biestige, Fremde, Unbekannte, Schwierige. Also gibt es prompt Probleme, Konflikte und Krisen.” Wie man diese überwinden kann, wie man sich näher kommen, wie sich Ab- in Zuneigung verwandeln könnte - das alles wird in „temporeichen Szenen mit viel Gestik, viel Übermut, viel Musik” (Michael Gees komponierte sie) erprobt.
Vieles jedoch bleibe zum Schluss offen: „Ein Stück, in dem der erste Kuss eine beinahe tragische Rolle einnimmt. Zwei erzählen eine Geschichte, in der sie sich spiegeln.” Für Andrea Kramer ist die Inszenierung „ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer typischen Consol-Theaterhandschrift”. Im April brachte sie am Düsseldorfer Schauspielhaus erstmals eine Premiere heraus: „Meins”. In „Die Schöne und das Biest” (nach der Vorlage von Madame Leprince de Beaumont) stehen auf den Brettern: Heidrun Grote und Jo Schmitt, beide erstmals am Gelsenkirchener Haus engagiert.
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