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Blutige Familienfehde

Opfer schweigt vor Gericht

18.12.2009 | 08:27 Uhr

Schwerste Schädelverletzungen hatte das Opfer erlitten. Doch den Angeklagten, seinen Neffen Markus H. (35), will der 48-Jährige offenbar nicht belasten. Er schweigt.

Wegen versuchten Totschlags muss sich der Angeklagte verantworten. Hintergrund ist eine für Außenstehende unverständliche Familienfehde. Im Januar war die Mutter des 35-Jährigen nach langer Krankheit an Krebs gestorben. Damals soll der Angeklagte seinem Onkel die Schuld am Tod der Frau gegeben haben. Ein halbes Jahr später, am 30. Juni, soll sich der Onkel in einer Wohnung an der Bismarckstraße aufgehalten haben. Telefonisch soll ihn der Angeklagten wieder bedroht haben, heißt es am Donnerstag in der Anklage vor dem Essener Schwurgericht: „Du bist schuld am Tod unserer Mutter. Wenn wir dich nachher sehen, bringen wir dich um. Komm runter, wir sind jetzt da. Wir sind mit 15 Mann hier und machen dich jetzt kaputt.”

Mit fünf Geschwistern soll sich der Angeklagte vor dem Haus aufgebaut und auf den Onkel gewartet haben. Der kam tatsächlich gegen 23 Uhr, angeblich zu einem klärenden Gespräch. Seine Begleitung war zwar in der Unterzahl, hatte sich aber laut Anklage mit einem Küchenmesser bewaffnet. Auf der Straße ging es zwischen Neffe und Onkel zur Sache. Der Jüngere soll den Älteren mit einem Faustschlag ins Gesicht zu Boden gestreckt und mehrfach auf das Gesicht des Bewusstlosen eingeschlagen haben. Er sei erst geflüchtet, als er die Polizei hörte. Dabei habe er geglaubt, dass sein Onkel tot sei, sagt die Anklage.

Der 35-Jährige gibt Schläge zu. Er will aber von seinem Onkel beschuldigt worden sein, den Tod der Mutter verursacht zu haben. Als der Onkel ihn auf der Bismarckstraße erneut damit beleidigte, habe er zugeschlagen. Nein, er habe ihn nicht töten wollen.

Überraschend der Auftritt des Opfers. Lebensgefahr bestand nach der Attacke, durch die er einen Schädelbruch erlitt. Wie durch ein Wunder, so ein Mediziner vor Gericht, sei der Mann jetzt aber wiederhergestellt. Der Strafkammer will der Onkel aber nicht helfen und verweigert ohne Angabe von Gründen die Aussage. Das kann noch häufiger passieren. Denn ein Großteil der Beteiligten ist mit dem Angeklagten verwandt und darf deshalb schweigen.

Stefan Wette



Kommentare
18.12.2009
19:09
Opfer schweigt vor Gericht
von doofenhasser | #3

**** schlägt sich **** verträgt sich.
Im Januar war die Mutter des 35-Jährigen nach langer Krankheit an Krebs gestorben. Damals soll der Angeklagte seinem Onkel die Schuld am Tod der Frau gegeben haben.

Wat fürn storno ist denn das ? Der muss ja nen IQ haben der niedriger als das eines Hühnereis ist.

Armes Deutschland.

18.12.2009
09:35
Opfer schweigt vor Gericht
von Cyko | #2

Genau! Der böse Migrant Markus H.!

18.12.2009
09:25
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

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