NPW blättert im Musiktheater Bilderbuch für die Ohren auf

Die Neue Philharmonie Westfalen spielt das 2. Sparkassenkonzert für Kinder. Roland Vesper führt durchs Programm, dessen Star Elefant „Babar“ ist.Foto:Martin Möller
Die Neue Philharmonie Westfalen spielt das 2. Sparkassenkonzert für Kinder. Roland Vesper führt durchs Programm, dessen Star Elefant „Babar“ ist.Foto:Martin Möller
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Was wir bereits wissen
Beim Sparkassenkonzert für Kinder der Neuen Philharmonie Westfalen erzählte das Orchester die Geschichte von „Babar, dem kleinen Elefanten“.

Gelsenkirchen.. Eine Geschichte für die Ohren erzählt am Sonntag die Neue Philharmonie Westfalen beim Sparkassenkonzert für Kinder im Kleinen Haus des Musiktheaters. Unter der Leitung von Nachwuchsdirigent und Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates Alexander Merzyn schilderte das Orchester die Geschichte von „Babar, dem kleinen Elefanten“ in der orchestrierten Fassung von Jean Françaix, Jugenddramaturg Roland Vesper moderierte.

Aufgeregtes Geplapper erfüllt das Kleine Haus, der Saal verdunkelt sich, die Stimmchen verstummen, Ohren spitzen sich, als das Orchester Igor Strawinskis „Zirkuspolka für einen kleinen Elefanten“ anstimmt. „Ein Sparkassenkinderelefantenkonzert“ sei das ja heute eigentlich, begrüßt Vesper die kleinen Zuhörer, die mit Eltern, Großeltern, Geschwistern gekommen sind. Vesper hat das Bilderbuch von Babar, dem kleinen Elefanten mitgebracht, „Kennt das jemand?“. Zaghaft heben sich einige Händchen. „Die Musik erzählt noch besser von Gefühlen“, erklärt er, und in Babars Geschichte „geht es ganz munter hoch und runter mit den Gefühlen.“

Die Harfe untermalt ihre Eleganz

So „malen“ die Musiker Bilder vom Urwald, in dem Babar aufwächst, bis plötzlich seine Mutter von Jägern getötet wird. Der kleine Elefant rennt, so schnell er kann, er kommt in die Stadt, dort trifft er auf „eine vornehme Dame, die kleine Elefanten besonders gern hat“, die Harfe untermalt ihre Eleganz. Babar lebt nun mit ihr, doch er vermisst den Urwald, die anderen Elefanten.

Zwischen den Stücken erklärt Roland Vesper die Instrumente, führt durch die Geschichte und gibt nebenbei noch Tipps fürs Leben: „Wenn Erwachsene richtig sauer sind, versuchen sie meist zu verbergen, dass sie sich richtig Sorgen gemacht haben.“ So wie die Elefantenmütter, die Babars Freunde Celeste und Arthur suchen – die beiden sind zu Babar in die Stadt gekommen. Doch als der Elefantenkönig an einem Giftpilz stirbt, müssen die drei zurück in den Urwald. „Babar hat in der Stadt viel gelernt“, erzählt Vesper, „deshalb soll er der neue König werden.“ Die Elefanten feiern ein ausgelassenes Fest, denn nicht nur wird Babar der neue Elefantenkönig, er feiert auch Hochzeit mit Celeste. Majestätisch klingt diese Krönung, bevor sie in einen ausgelassenen Tanz ausschwingt, bevor am Ende alle „von ihrem Glück träumen“.