Novum auf dem Kirchentag

Pfarrerin Antje Röckemann (hier bei der Ausstellung „Mirjams Paukenschlag“) vom Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid gehörte zum Vorbereitungsteam der ersten Interreligiös-theologischen Basisfakultät der Frauen.
Pfarrerin Antje Röckemann (hier bei der Ausstellung „Mirjams Paukenschlag“) vom Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid gehörte zum Vorbereitungsteam der ersten Interreligiös-theologischen Basisfakultät der Frauen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Euphorisch sind sie zurückgekehrt, die Kirchentagsteilnehmer aus Gelsenkirchen, darunter fast hundert junge Menschen. Pfarrerin Antje Röckemann gehörte zum Vorbereitungsteam der ersten Interreligiös-theologischen Basisfakultät der Frauen

Gelsenkirchen.. Euphorisch sind sie zurückgekehrt, die Kirchentagsteilnehmer aus Gelsenkirchen, darunter fast hundert junge Menschen. Begeisterung klingt auch aus der Nachbetrachtung von Pfarrerin Antje Röckemann vom Gender-Referat des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid.

„Es ist der Event-Charakter der Veranstaltung mit ihrem großen Kulturangebot, aber auch die Bibelarbeit, zu der politische Größen kommen und die Verknüpfung von Bibelarbeit mit politischen Fragen, die begeistern“, begründet Röckemann die Faszination des Kirchentages, der 200 000 Menschen lockte.

Novum „Interreligiös-theologische Basisfakultät der Frauen“

„damit wir klug werden“ lautete das Motto des 35. Evangelischen Kirchentags in Stuttgart. Der Dialog zwischen den Religionen ist zwar schon immer ein wichtiger Bestandteil der Kirchentage gewesen, ein Novum war gleichwohl die „Interreligiös-theologische Basisfakultät der Frauen“, die mit zwei Veranstaltungen vertreten war. Antje Röckemann gehörte zum Vorbereitungsteam der beiden Podiumsdiskussionen „Nur noch kurz die Welt retten“ und „Die darf das! – Frauen lesen Texte“. Christliche, muslimische und jüdische Frauen diskutierten am Donnerstag miteinander über die Frage, wie Verantwortung für die Welt aussieht. Bei aller Unterschiedlichkeit der Religionen sei deutlich geworden, dass heute jeder, gleich welcher Religion, „seinen Beitrag zur Rettung der Welt leisten“ könne, so Röckemann. 1500 Zuhörer zählte die zweite Veranstaltung „Die darf das!“, bei der aus Bibel, Koran und Talmud mutmachende Texte von Frauen (darunter eine Imamin) für Frauen vorgetragen wurden. Kritik verhehlt Pfarrerin Antje Röckemann nicht. Sie hätte sich ein deutlicheres Signal zur den Themen Klimagerechtigkeit und Frieden gewünscht.

Die Begeisterung bei den jungen Teilnehmern aus Gelsenkirchen hat Jessica Großer, Jugendreferentin im Kirchenkreis, erlebt. „Die Konzerte mit den Wise Guys und Andreas Bourani waren die Highlights“, sagt sie. Die vielen kleinen Konzerte und Kulturangebote mit weniger bekannten Menschen haben sie persönlich begeistert.