Neun Kilometer Akten im Keller

Von der „nicht sonderlich beachteten Abteilung der Bücherei“ zum überregional registrierten (und gut vernetzten) Institut für Stadtgeschichte hat sich das ISG laut Institutsleiter Stefan Goch in 25 Jahren entwickelt. Zum Arbeitsbereich gehören neben der historischen Forschung vor allem das Stadtarchiv sowie die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“. Die Dauerausstellung in Erle soll bis Mai komplett aktualisiert werden. Zudem erreichen das Institut pro Jahr um die 1000 Anfragen zur Familienforschung und Erbenermittlung.

Zwölf Personen auf neun Stellen arbeiten im Wissenschaftspark – darunter Historiker, Pädagogen, Archivare, Sozialwissenschaftler und Verwaltungskräfte. Für Goch hat es „mit Demokratie zu tun, nachvollziehen zu können, wie Entscheidungen gelaufen sind“. Das Stadtarchiv ist dabei Gedächtnis der Stadt und Fundgrube für Historiker. Die ältesten Dokumente stammen aus dem 17. Jahrhundert. Über 500 000 Fotos gehören zum Bestand, die drei neuen Magazinkeller sind bislang mit jeweils fast drei Kilometern Akten gefüllt. Goch: „Wir haben kalkuliert, dass wir 2020 den nächsten ausbauen müssen.“ Erst fünf Jahre später feiert Gelsenkirchen übrigens 150 Jahre Stadtrecht, 2028 jährt sich dann die Vereinigung mit Buer zum 100. Mal. Aber das ist eine andere Geschichte. . .