Neue Philharmonie verneigt sich musikalisch vor Shakespeare

Während Politik, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite noch intensiv über die finanzielle Zukunft der Neuen Philharmonie Westfalen verhandeln, machen die Philharmoniker das, was sie am besten können: Musik. So erklingt am Montag, 22. Juni, um 19.30 Uhr im Musiktheater im Revier unter der Leitung von GMD Rasmus Baumann das 9. und letzte Sinfoniekonzert der Saison.

Es steht unter dem Motto „Shakespeare konzertant“ und verspricht eine attraktive Mischung aus Musik und Texten. Mit Werken von Tschaikowsky, Mendelssohn Bartholdy und Schostakowitsch ist der gesamte Konzertabend als Hommage an den englischen Dichterfürsten William Shakespeare konzipiert, dessen 450. Geburtstag die Musikwelt in diesem Jahr gedenkt.

„Wenn Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter!“ So beginnt Shakespeares Drama „Was ihr wollt“. Wohl kein anderer Dichter hat zu so vielen künstlerischen Nachschöpfungen inspiriert, darunter kurze Songs und ganze Opern, sinfonische Dichtungen und Filmscores.

Komponist Dmitri Schostakowitsch schuf 1964 seine „Hamlet“-Filmmusik, die den Dänenprinzen nicht nur als düsteren Melancholiker, sondern mit schroffem und satirischem Zugriff zeigt. Eher die grüblerische Seite Hamlets, sein Leiden und Sterben betont dagegen Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre op. 67. Nichts mehr Schicksalsschwere erklingt dann in einer der schönsten Shakespeare-Vertonungen: Felix Mendelssohn Bartholdys „Sommernachtstraum“. Zum Orchesterklang gesellt sich Schauspieler Sebastian Schwab, der, gleich in mehrere Rollen schlüpfend den Sommernachtstraum dramatisch untermalen wird. Karten gibt’s im MiR ( 0209 4097-200).