Neue Möblierung alleine reicht nicht

Über eine ständige Verschmutzung der Gehsteige und Treppen mit Müll und Zigarettenkippen klagen Anwohner an der Ahstraße - insbesondere vor dem Pelzgeschäft Weller
Über eine ständige Verschmutzung der Gehsteige und Treppen mit Müll und Zigarettenkippen klagen Anwohner an der Ahstraße - insbesondere vor dem Pelzgeschäft Weller
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Anwohner und Geschäftsleute der Ahstraße 20 ärgern sich über den Dreck vor der Haustüre.

Gelsenkirchen.. Dreck- und Müllecken vor dem Haus Ahstraße 20 – ein Dauerthema. Nicht zum ersten Mal bemängelt Ladeninhaber und Anwohner Josef Welmer die Zustände in der Geschäftsstraße. Fotos, die er am 9. und 10. Januar zu unterschiedlichen Zeiten vor der Haustüre gemacht hat, zeigen das: achtlos weggeworfene Kippen, Essensreste, platt getretene Kaugummis, Becher und Zeitungspapier liegen vor seinem Ladenlokal und im Hauseingang. Das Pflaster ist schmierig. Josef Welmer findet: „Das trägt nicht zu einem positiven Stadtbild von Gelsenkirchen bei.“

Das Fass zum Überlaufen gebracht hat für ihn und andere Anwohner ein Schreiben des Stadtumbaubüros. Darin ist vom „Einsatz neuer Straßenlaternen, Fahrradbügel, Mülleimer und weiterer Ausstattungen“ die Rede.

Verschmutzung und Vermüllung der Ahstraße

Es ist dieser Satz, der Josef Welmer in den Harnisch treibt und ihn bewogen hat, an die Stadt zu schreiben: „Sie planen und schaffen eine neugestaltete Gelsenkirchener City ..., doch das vernachlässigte Phänomen ist doch die Verschmutzung und Vermüllung der Ahstraße 20 bis zur Gangway des ‘hohen Hauses’.“ (Gemeint ist der Hauseingang der Arbeitsagentur Ahstraße 22, Anmerk. d. Red.) Dort kleben seit kurzem zwei Hinweise, dass Rauchen verboten ist. Wartende IAG-Kunden werfen ihre Kippen auf den Boden. „Ein Aschenbecher direkt am Aufgang wäre sinnvoll“, sagt Welmer.

Der Ladeninhaber nennt das Müllproblem „eine gewaltige Zumutung“ für die Anwohner der Ahstraße, die Kunden und Gäste der Stadt.. Sie erwarten, dass die Stadt „dringend“ und „sofort“ etwas unternimmt.

Über Bußgelder nachdenken

Welmer appelliert an die Eigenverantwortung der Bürger und an die Stadt. Oder wären Bußgelder sinnvoll? Das werde in manchen europäischen Nachbarländern bereits so gehandhabt, sagt der Gelsenkirchener. „Wenn Verschmutzungen des öffentlichen Raums nicht entsprechend bestraft werden, wird es schwierig, Ordnung und Sauberkeit durchzusetzen.“

Im Stadtumbaubüro kennt man die Problematik. „Wir geben uns große Mühe, das Problem zu lösen“, heißt es dort. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten würden neue Müllbehältnisse aufgestellt – solche, die auch in der Bahnhofstraße stehen. Die Stadt macht aber deutlich: Die Verantwortung für die Verhältnisse vor Ort tragen die Eigentümer der Gebäude, und nicht die Stadt. „Für Privatgelände ist der Eigentümer zuständig.“

Der städtische Grund geht genau bis an die Wand des Hauses No. 20.