Kunst im Blick
Neue Inforeihe im Museum setzt einzelne Werke in Szene
23.10.2009 | 17:50 Uhr 2009-10-23T17:50:00+0200"Im Blickpunkt..." heißt die neue Inforeihe im städtischen Kunstmuseum an der Horster Straße. Texte liefern dabei umfassende Informationen zu einzelnen Exponaten, alle drei Monate wird ein neues Werk der Kunstsammlung herausgehoben und vorgestellt.
Mit einer neuen Serie will das städtische Kunstmuseum an der Horster Straße 5-7 künftig den Blick auf ausgewählte Werke der hauseigenen Sammlung lenken: „Im Blickpunkt. . .” heißt deshalb auch die Aktionsreihe, die künftig alle drei Monate ein neues Exponat mit einem Infoblatt ausführlich vorstellen will.
„Wir haben lange überlegt, wie wir die Idee umsetzen sollen. Weil lange Texte neben den Bildern meiner Meinung nach die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Werk ablenken, haben wir jetzt entschieden, die Infoblätter auf einem mobilen Ständer zu präsentieren”, erklärt Museumsdirektorin Leane Schäfer. Ein eingeschweißtes Exemplar ist nun jeweils neben dem aktuellen „Blickpunkt” zu finden, „jeder Besucher kann eine Kopie davon kostenlos am Empfang erhalten und mit nach Hause nehmen”, betont Schäfer.
Die Kunsthistorikerin Simone Streck hat sich derweil sehr viel Mühe gegeben, einzelne Werke auszuwählen und Informationen über ihre Entstehungsweise und das Leben der Künstler zusammenzutragen. „Bei den ersten vier Exponaten habe ich darauf geachtet, dass sie aus den einzelnen Sparten unseres Hauses stammen. Deshalb ist ein Aquarell dabei, ein Gemälde, eine Radierung und ein kinetisches Werk”, erzählt Streck.
Den Auftakt macht das Aquarell „Wasserspiegelung bei Schloss Dilborn” von Heinrich Nauen aus dem Jahr 1930. Der Infozettel dazu verrät nicht nur, dass Nauen als rheinischer Expressionist 1880 bei Krefeld als Sohn eines Bäckers geboren wurde, der Text lenkt auch den Blick auf die Besonderheiten des Bildes. So wird die Farbkomposition genau aufgeschlüsselt – und es gibt Informationen dazu, wie das Bild entstand.
„Uns war wichtig, dass der Text nicht zu wissenschaftlich wird, damit er für alle Betrachter auch gut verständlich ist”, erklärt Leane Schäfer.
Ab Mitte November wird übrigens schon wieder ein anderes Bild „Im Blickpunkt” stehen: die „Lichtzone” von Anton Stankowski. Auch das „Selbstporträt” von Lovis Corinth aus der Grafiksammlung und ein kinetisches Exponat sind schon ausgewählt worden. „Wir wollen etwa vier Werke pro Jahr in dieser Weise vorstellen”, so Schäfer. Und Simone Streck betont, dass bei der Auswahl nicht nur auf große Namen geachtet wurde. „Die Bilder müssen für sich sprechen”, sagt sie.
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