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Tag der offenen Tür

Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr

16.09.2012 | 18:40 Uhr
Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr
Unterbrandmeister Lukas Riedel (li.) zeigt Marc Kieslich und seinem Sohn Luan (5) die Spritze für ein C-RohrFoto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Freiwilliger Löschzug Ückendorf hatte für Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen. Zugführer Mike Ulbrich: Leute unterscheiden nicht zwischen Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr

„Ich will Feuerwehrmann werden!“, verlieh der kleine Zeichentrick-Drache Grisu stets seinen beruflichen Absichten für die Zukunft Ausdruck. Auch viele der kleinen Besucher beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Ückendorf am Samstag verfolgen diesen für Kinder typischen Plan. An der Bergmannstraße stellten sich 30 erwachsene Mitglieder des Löschzugs und 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr der Bergmannstraße der Öffentlichkeit vor und informierten über ihr Tun. Gleichzeitig feierte der Löschzug sein 135-jähriges Bestehen , die Jugendfeuerwehr des Zugs 18 ihren immerhin 30. Geburtstag.

Neben Spiel und Spaß für die kleinen Besucher standen verschiedene aktionsreiche Vorführungen und Fahrzeugbesichtigungen auf dem Programm. Mike Ulbrich ist Brandoberinspektor und Zugführer des Löschzugs 18: „Theoretisch machen wir jedes Jahr einen Tag der offenen Tür, aber in der Praxis ist das aus Zeitgründen schwer durchzuführen.“ Einer der Hauptgründe, weshalb die Ückendorfer Floriansjüngerinnen und -jünger solch eine Aktion stemmen, ist die schlechte Nachwuchssituation. Ein Werbestand in der Fahrzeughalle soll jung und alt Appetit machen auf die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr.

6 Mann innerhalb von 5 Minuten

Mike Ulbrich: „Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht so bekannt. Wenn die Feuerwehr kommt, dann ist das für die Leute die Feuerwehr. An uns denkt dabei niemand. Dass wir die Berufsfeuerwehr unterstützen und für Einsätze unsere Arbeitsplätze verlassen, wissen die wenigsten.“ Allerdings würden nicht alle Arbeitgeber ein Ausrücken genehmigen. „Sechs Mann kriegen wir im Zeitraum von fünf Minuten aber zusammen. Das ist die Mindeststärke, um ausrücken zu können.“ Mit 700 Besuchern rechne er beim Tag der offenen Tür, sagt Ulbrich. Zu Beginn der Veranstaltung am Vormittag hält sich der Andrang jedoch noch in Grenzen.

Potenzieller Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr Ückendorf ist der kleine Luan (5). Der ist mit Papa Marc Kieslich und dessen Freundin Stefanie John beim Tag der offenen Tür. „Wir sind nur wegen dem Kleinen hier. Er will Feuerwehrmann werden. Für Erwachsene ist schön, dass man die Autos mal von innen sehen kann“, sagt der Papa. Und warum will Luan gerade Feuerwehrmann werden? „Ich habe schon mal gesehen, wie ein Feuer gelöscht wurde. Das fand ich so toll“, begründet der Fünfjährige seinen Berufswunsch.

Demonstrationen

Auch die Kollegen vom Technischen Hilfswerk präsentieren sich an der Bergmannstraße. Mit Plasmaschneider und Betonkettensägen demonstrierten sie ihr Können und ihr Equipment. Die Sondereinheit für Rettung aus Höhen und Tiefen seilte sich aus 23 Metern vom Korb eines Drehleiterwagens ab und kletterten anschließend wieder hinauf – am Seil, wohlgemerkt. Dem Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr kam mit der Brandbekämpfung eines brennenden Pkw aber die wohl spektakulärste Aufgabe zu.

Tobias Mühlenschulte

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Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr
Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr
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2012-09-16 18:40
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