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AUSSTELLUNG

Na-Young Lee spiegelt in ihren Bildern ihre Seele wider

10.11.2011 | 16:51 Uhr
Na-Young Lee spiegelt in ihren Bildern ihre Seele wider
Die Galerie Kabuth zeigt ab dem 11. November neue Werke der deutsch-koreanischen Künstlerin Na-Young Lee. Foto: Thomas Schmidtke/WAZ Foto Pool

Gelsenkirchen.   Die Koreanerin Na-Young Lee kam nach Deutschland, um Kunst zu studieren. Ihre Bilder spiegeln ihre Befindlichkeiten wieder: Sie ist fremd unter vielen Fremden. Ab dem 11. November sind ihre aktuellen Werke in der Galerie Kabuth an der Wanner Straße 4 zu sehen.

Es sind die traurigen Kinderaugen, die den Betrachter schon nach wenigen Minuten nicht mehr loslassen: Am Freitag, 11. November, eröffnet in der Galerie Kabuth an der Wanner Straße 4 eine Ausstellung der koreanisch-deutschen Künstlerin Na-Young Lee mit „New Works“, also neuen Werken.

Und fast alle diese Bilder zeigen Kinder mit koreanischen Gesichtszügen. Mal geht ihr Blick ins Leere, mal schauen sie den Betrachter ganz direkt mit ihren großen Augen an. Und oft gibt es hier Überlagerungen, scheinen die Kinder Masken oder Gesichtszüge abzustreifen. Rosige Hautfarbe trifft dann auf Gesichtszüge in fahlem Grau, Lebendigkeit auf kühles Abbild.

„Wer die Bilder von Na-Young Lee einmal gesehen hat, dem brennen sie sich ins Gedächtnis ein“, erklärt Galeristin Jutta Kabuth - und erzählt, wie es ihr selbst erging, als sie an der Kunstakademie Münster erstmals auf die Werke der Künstlerin traf. „Ich habe erst im Nachhinein gemerkt, welchen Eindruck sie bei mir hinterlassen haben und habe dann Kontakt mit der Künstlerin aufgenommen“, sagt sie. Später kuratierte sie dann Einzelausstellungen mit Bildern der Meisterschülerin von Professor Udo Scheel, die zum Kunststudium nach Deutschland gekommen war. „Na-Young Lee versucht, in diesen Kindergesichtern ihre eigene Befindlichkeit widerzuspiegeln, darzustellen, wie es ist, fremd unter vielen Fremden zu sein“, so Kabuth.

Das erklärt die melancholischen und sehnsuchtsvollen Blicke der Kinder. Interessant ist aber auch, welche Geschichten sich bei den in Pastellfarben gehaltenen Bildern im Hintergrund abspielen. Da wird heftig diskutiert, geschaukelt oder Bagger rücken an. Die Vernissage beginnt am 11. November um 20 Uhr, die Werke sind bis zum 22. Dezember jeweils nach Absprache unter  Tel. 148 74 61 zu sehen. 

Anne Bolsmann

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