Mumifizierte Leiche in Wohnung gefunden
31.07.2009 | 00:33 Uhr 2009-07-31T00:33:00+0200Gelsenkirchen. Eine bereits mumifizierte Leiche fand ein Handwerker in einer Wohnung in Gelsenkirchen-Feldmark. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, waren die Nachbarn anscheinend seit Jahren davon ausgegangen, dass die Souterrainwohnung unbewohnt war. Strom und Miete wurden regelmäßig gezahlt.
Eine bereits mumifizierte Leiche fand ein Handwerker in einer Wohnung in Gelsenkirchen-Feldmark. Die Nachbarn waren anscheindend seit Jahren davon ausgegangen, dass die Souterrainwohnung unbewohnt war.
Installateur wollte Wasserschaden überprüfen
Am vergangenen Donnerstag wollte der Installateur die Wasserleitungen eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Feldmark überprüfen. Anlass war ein Wasserschaden im Haus. Da die Souterrainwohnung verschlossen war, öffnete ein Schlüsseldienst die Tür im Auftrag der Hauseigentümerin.
In der Wohnung wurde eine mumifizierte Leiche aufgefunden. Die Identität des Leichnams steht zurzeit noch nicht zweifelsfrei fest. Der letzte Mieter war bereits seit Oktober 2004 durch die Stadt Gelsenkirchen amtlich abgemeldet worden. Der Grund dafür war laut Polizei eine nicht zustellbare Wahlbenachrichtigung.
Miete, Strom und Wasser anstandslos abgebucht
Bis zum heutigen Tage seien sowohl Mietzahlungen, als auch Rechnungen für Strom und Wasser per Dauerauftrag abgebucht worden. Obwohl die Rentenzahlungen von der BfA bereits Anfang 2008 aus noch unbekanntem Grund eingestellt wurden, befand sich offensichtlich noch ausreichend Geld auf dem Bankkonto des letzten Mieters. Die Ermittlungen hinsichtlich Angehöriger dauern derzeit an.
Die weiteren drei Mietparteien des Mehrfamilienhauses seien davon ausgegangen, dass die Souterrainwohnung mit separatem Eingang unbewohnt sei, so der polizeibereicht. Ihnen waren keinerlei verdächtige Gerüche oder sonstige Anzeichen aufgefallen, dass die Wohnung noch bewohnt sei. Es habe auch keinen überfüllten Briefkasten gegeben.
Die Leiche in die Rechtsmedizin Essen gebracht. Dort sollen nun die Identität sowie die Todesursache festgestellt werden.
19:14
Das ist doch ein wenig dubios: was ist mit dem Vermieter? Gab es da nie irgendwas zu klären?
Was ist mit der Krankenversicherung? Fällt es nicht auf, wenn der Versicherte sich über mindestens 5 Jahre nicht meldet bzw. auch keine Arztbesuche macht?
Was ist mit sonstigen Behörden?
17:20
zu Borbeck66
Ob 2003 ..(.im 1. superheissen Sommer)...oder 2004...oder vielleicht schon 2000...wann auch immer. Das Haus wird wohl nie komplett leergestanden haben. Es gab Nachbarn. Ob die Mitmieter heute....oder die vor einigen Jahren....egal.......irgendwann hatte der Tote mal Nachbarn. Und genau dieses meine ich..... heute leben alle nur NEBENEINANDER nicht MITEINANDER
15:41
Zu#1 profiler
Sollten die 3 Mieparteien erst nach Oktober 2004 in das Haus gezogen sein, KONNTEN sie gar nicht wissen, dass dort jemand wohnt, da die Stadt den Mieter ja bereits abgemeldet hatte. Nach dieser Abmeldung durch die Stadt, wurde offenbar auch keine Post mehr an diese Adresse zugestellt - also auch kein übervoller Briefkasten.
Und da die Wohnung einen separaten Eingang hat, war wohl auch kein Geruch festzustellen.
Das Konto war gut gefüllt, so dass alle Abbuchungen weiter liefen. So, what? Keine Familie, keine Freunde, noch nicht einmal Bekannte, die jemanden vermissen? Kein Haustier, das Krach schlägt? Die verstorbene Person muss ein sehr einsamer Mensch gewesen sein.......
Allerdings frage ich mich, darf eine Stadtverwaltung jemanden amtlich abmelden, wenn eine Wahlbenachrichtigung nicht zugestellt werden kann? Wäre dankbar, wenn mich jemand aufklären könnte.
Gruß
Borbeck66
14:52
So funktioniert das mit dem Lastschrifteinzug und Daueraufträgen. Da hat man die Gewissheit, dass auch nach dem Tode alles in geregelten Bahnen weiterläuft, wobei man zumindets bei Mieterhöhungen und einem Dauerauftrag in seiner Ruhe gestört werden könnte, bei sich anpassenden Lastschrifteinzügen wohl ehr nicht.
14:45
So gehen wir Menschen miteinander um..........genau so.