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Mordvorwurf: Ehefrau Augen ausgestochen

19.05.2008 | 19:17 Uhr

Vor dem Schwurgericht stellt der angeklagte 33-Jährige sich selbst als Opfer dar

Das Ende einer Ehe. Mit einem Schraubendreher soll Ramazan U. (33) am 16. November neunmal im Auto auf seine getrennt von ihm lebende Ehefrau Jasmin eingestochen haben. Sechsmal traf er ihren Kopf, stach der Mutter seiner beiden Kinder die Augen aus. Zwölf Tage später starb die 26-jährige Rotthauserin an den Folgen der Verletzungen. Seit Montag muss sich ihr Mann vor dem Schwurgericht Essen verantworten. Auf Mord lautet die Anklage. Hass nennt Staatsanwältin Hinterberg als Motiv. Doch der Angeklagte sieht sich als Opfer, nennt seine Frau eine Rassistin, die ihn oft beleidigt habe. Von einem Blackout zur Tatzeit spricht er: "Ich hatte mich in dem Augenblick selbst verloren."

In Rotthausen hatte das seit dem Jahr 2000 verheiratete Paar gelebt. Oft kam es zum Streit, zu Einsätzen der Polizei wegen häuslicher Gewalt. Für den Angeklagten waren sie dagegen grundlos, nur wegen der Lügen seiner Frau sei die Polizei gekommen. Sagt er.

Das Paar trennte sich. Ramazan U. zog in die Adolf-Kolping-Straße in der Bottroper Innenstadt. Kontakte gab es weiter. Am 16. November ließ er sich von seiner Frau von Gelsenkirchen nach Bottrop fahren. Laut Anklage kam es wieder zum Streit. Der Angeklagte soll einen Schraubendreher aus dem Handschuhfach geholt und mehrfach auf die 26-Jährige eingestochen haben. Dann lief er weg.

Es sind erschütternde Tondokumente, die vor Gericht abgespielt werden. Jasmin U. ist zu hören, als sie über Notruf die Polizei anruft. Wo der Mann sie gestochen habe, fragt der Beamte. "Im Auge", antwortet sie. Und: "Ich kann meine Augen nicht mehr aufmachen." Dann verliert sie das Bewusstsein. Polizisten zerschlagen die Scheibe, befreien sie. Aber die in der zwölften Woche schwangere Frau wird nicht mehr erwachen.

Auch Ramazan U. rief die Polizei an. "Ich habe meine Frau gestochen", sagte er. Bei ihm finden sich Notizen mit Hasstiraden und üblen Beschimpfungen. Angeblich ihre Worte, die er notiert habe, weil er sich nicht jede Beleidigung seiner Frau merken könne. Immer wieder habe sie ihn als Türke und Muslim angegriffen: "Sie ist eine Rassistin, auch wenn sie nach außen anders wirkt." -ette

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Kommentare
11.06.2008
18:30
Mordvorwurf: Ehefrau Augen ausgestochen
von Mama | #5

Ich kannte Jasmin und sie war in keinster Weise Rassistin! Eher hat jeder, der sie kannte, ihr geraten diesen Mann endlich zu verlassen, weil er sie jahrelang geschlagen hat! Mit dem Kopf gegen Wände, Kommoden sogar auf der offenen Strasse hat er sie verprügelt! Das sie sich noch ein 3tes Kind von ihm gewünscht hat, kann auch ich nicht verstehen! Ich hatte Angst vor ihm, weil er so einen irren Blick drauf hatte und auch Treffen mit ihr habe ich wegen ihm gemieden! Er hat Therapien die er auf anraten ihrer Eltern machen sollte, selber abgebrochen! Er ist psychisch krank und nichts anderes und darauf wird er auch plädieren, somit wird dieser Psychopath bald wieder auf der Strasse rumlaufen und Jasmin konnte ihr 3tes Kind nicht mehr in die Arme schliessen!

20.05.2008
22:19
Mordvorwurf: Ehefrau Augen ausgestochen
von Klaus | #4

Wenn jemand einem anderen etwas zu leide tut, muß er dafür gerecht bestraft werden, egal ob man sich in seiner Ehre oder anderwertig verletzt fühlt so etwas darf nicht passieren. Wo her darf man sich das Recht nehmen einer anderen Person Schaden zu zufügen, geschweigedem anzufassen?
Er hat zwei Kindern die Mutter genommen!!! Das ist nicht zu entschuldigen.

20.05.2008
12:58
Mordvorwurf: Ehefrau Augen ausgestochen
von MM | #3

wo kommen wir hin wenn wir jede und jeden abstechen würden der deutscher zu uns sagt !!!!!
Wenn es schon eine beleigung ist zu sagen was man ist und der richter (kann ja sein) ihm dann recht gibt dann gute nach Gerechtigkeit

20.05.2008
11:00
Mordvorwurf: Ehefrau Augen ausgestochen
von esgehtbergab | #2

wie oft muss so etwas noch geschehen bevor die politiker wach werden????

19.05.2008
20:24
Mordvorwurf: Ehefrau Augen ausgestochen
von soulkeeper | #1

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