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Mit Theaterspiel Kinder stärken

27.01.2016 | 18:30 Uhr
Mit Theaterspiel Kinder stärken
Ein neues Konzept des Consol Theaters in Gelsenkirchen soll in der Regenbogenschule in Gelsenkirchen umgesetzt werdenHier probt die Theaterklasse Spiegelbilder.Foto: Thomas Goedde

Gelsenkirchen.  Stiftung der WAZ-Herausgeberin und Verlegerin Anneliese Brost stellt rund 45. 000 Euro für frühkindliche Förderung.

Kinder stark machen mit Kultur – das ist ein Ansatz, den das Consol Theater seit seiner Gründung verfolgt. Und dabei sind die jungen Gelsenkirchener nicht nur als Zuschauer gerne gesehen: Sie werden auch regelmäßig zum Mitmachen eingeladen. Seit 2008 gibt es gar eine regelmäßige Theaterklasse an der Schalker Regenbogenschule, ein ähnliches Projekt wurde im vergangenen Jahr an der Wiehagenschule eingeführt. Ein Engagement, dass die Anneliese Brost Stiftung nun langfristig fördert: Bis zum Jahr 2020 stellt sie 44.900 Euro bereit. „Mit diesem Geld können nicht nur die bestehenden Theaterklassen für die nächsten Jahre abgesichert werden, es kann sogar eine weitere Gelsenkirchener Grundschule von diesem Projekt profitieren“, freut sich Georg Kentrup vom Consol Theater.

Ein Besuch an der Regenbogenschule zeigt derweil, mit wie viel Elan die Dritt- und Viertklässler in der Theaterklasse dabei sind. 15 Mädchen und vier Jungs lassen sich hier von Theaterpädagogin Melody Reich in die Welt des Theaters entführen, wuseln als „wütende Elfen“ oder „tolpatschige Pinguine“ durch den Raum.

Kinder stärken

Was wie ein Kinderspiel wirkt, fördert den Teamgeist und das Selbstbewusstsein der Schüler, diese Aspekte wiederum weckten das Interesse der Anneliese Brost Stiftung, die sich vor allem für die Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet stark macht. „Wir verfolgen das Engagement der Theaterklassen schon seit Längerem – und haben unter anderem auch schon erlebt, dass hier Kinder regelrecht aufblühen und sich ihrer Stärken bewusst werden“, erzählt Werner Meys vom Vorstand der Stiftung – und nennt ein Beispiel: „Eine der Schülerinnen hier sollte auf eine Förderschule geschickt werden, inzwischen hat sie den Sprung aufs Gymnasium geschafft.“

Auch bei den Lehrern und Schulleitern kommt das Projekt, das für die Schüler übrigens als freiwillige AG im Vormittagsbereich angeboten wird, gut an: „Dieses Theaterklassen-Angebot ist ein echtes Geschenk für unsere Schüler, weil es da ansetzt, wo ‘normaler Unterricht’ sie nicht erreicht“, schwärmt Martina Sundheim von der Wiehagenschule, an der 98 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben und an der inzwischen auch Schüler mit (geistigen) Behinderungen in den Unterricht integriert werden.

Für die Schüler steht indes der Spaßfaktor im Mittelpunkt: „Die Teamarbeit macht richtig Spaß“, sagt Schülerin Duygu von der Regenbogenschule. „Ich finde gut, dass man hier in der Theaterklasse nichts falsch machen kann“, fügt ihr Mitschüler Joel hinzu. Am Ende des Schuljahres sollen echte Theaterstücke auf die Bühne gebracht werden – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Anne Bolsmann

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2016-01-27 18:30
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