Mit Nostalgie Kontakte knüpfen

Heidi Wiesner, Halina Niemm und Magdalene Szodruch (v. l.) laden ein zu Kaffee und Kuchen in Erinnerungen zu schwelgen.
Heidi Wiesner, Halina Niemm und Magdalene Szodruch (v. l.) laden ein zu Kaffee und Kuchen in Erinnerungen zu schwelgen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
„Immer wieder sonntags...“ gibt es im Evangelischen Gemeindehaus Heßler ein neues vielseitiges Kursangebot zur Bewegung von Körper, Geist und Seele.

Gelsenkirchen.. Ursprünglich sollte es ein Nostalgiekino werden. Doch hohe Kosten und der Organisationsaufwand ließen Heidi Wiesner, Leiterin der Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte, diese Idee schnell verwerfen. Gemeinsam mit Altentherapeutin Halina Niemm und Magdalene Szodruch von der Evangelischen Kirchengemeinde Heßler suchte sie nach etwas, „was passt“.

So entstand das Konzept zu „Immer wieder sonntags... -- Körper, Geist und Seele in Bewegung bringen“. Ins Gespräch kommen, lachen, Spaß und Freude haben sind die Ziele. „Der Sonntag ist oft ziellos“, erklärt Niemm. Was mache ich mit dem Tag, hieße es, wenn alle Ärzte und Geschäfte zu haben.

Erinnern, erzählen, austauschen

An einem Sonntag im Monat gibt es nun die Möglichkeit, an einem bunt gemischten Programm mit Musik und Bewegung teilzunehmen. In über zwei Stunden geht es aber auch darum, sich, bei Kaffee und Kuchen, zu erinnern, zu erzählen und auszutauschen. „Wenn gewünscht, kann es auch eine Reise in die Vergangenheit werden“, begeistert sich Niemm, die die Veranstaltungen begleiten und moderieren wird.

Es handele sich nicht um eine Serie, stellt Wiesner klar, jeder kann bei jedem Termin entscheiden zu kommen oder nicht. Nur eine vorherige Anmeldung zur Planung der Kaffee- und Kuchenversorgung wäre gut. Im großen, gut beleuchteten Gemeindehaus mit Blick auf den Garten, sei aber jeder willkommen. Nicht nur Menschen aus der Gemeinde oder dem Stadtteil Heßler, sondern aus ganz Gelsenkirchen.

Kaffee im Fokus der Premiere

Bei der Premiere am Sonntag, 31. Mai, dreht sich auch alles um das „schwarze Gold“. Kaffee in Liedern, Geschichten und Gedichten wird das Treffen den ganzen Nachmittag begleiten. Welches Land produziert den meisten Kaffee? Und welches trinkt ihn?

Auch die Teilnehmer sind aufgerufen, von ihren Erlebnissen zu berichten. Wie war das noch, als ich damals Geburtstag hatte? Gab es Kaffee? Oder gerade nicht? Manchmal führen solche Diskussionen auf einmal in eine ganz andere Richtung, ergänzt Niemm. Auch Themenvorschlägen für spätere Termine stehe sie offen gegenüber, allerdings würde sie die zunächst in der Gruppe diskutieren und ganz demokratisch abstimmen lassen. Vor allem geht es um ein Gemeinschaftsgefühl.

„Wir hoffen, dass sich auch Freundschaften über die Treffen hinaus entwickeln“, sagt Wiesner. Seit zwei Jahren betreut Szodruch einen Kreativkreis. „Die passen aufeinander auf, fragen nach, wenn einer fehlt, organisieren Fahrgemeinschaften“, freut sie sich. Diese Gruppendynamik wünschen sich die drei für ihr neues Projekt, dass sich „neue soziale Netzwerke bilden“.