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Filmfest

Mit Charme und Thrill

24.01.2010 | 18:30 Uhr

Ein voller Erfolg war auch die zweite Auflage des Filmfests Gelsenkirchen. Rund 250 Besucher kamen am Samstag zu dem sechsstündigen Filmmarathon in der Flora. Gleich zwei Preise räumte die Rungenbergschule mit ihrem Film "Thriller 2009" ab.

Der rote Teppich war ausgerollt, die Zuschauer zahlreich erschienen und der ein oder andere sogar kurzweilig von den Toten auferstanden. Kurz: Das Filmfest Gelsenkirchen in der Flora war ein voller Erfolg.

Bei der zweiten Auflage der Veranstaltung wurden am Samstag 13 Filme von Gelsenkirchenern und/oder über Gelsenkirchen gezeigt. Eine Jury (Gisela Majewski, Stephan Zabka, Lars Christoph) kürte in drei Kategorien (Doku, Fiktion, Kinder/Jugend) die Gewinner der mit jeweils 250 € dotieren Preise. Die Jurymitglieder betonten, dass die Entscheidung in keiner Sparte einstimmig gefallen sei.

Rund 250 Gäste kamen über den Nachmittag und Abend verteilt in die Flora, um sich die filmerische Kleinkunst anzusehen. Diese reichte von Animationsfilm über Dokus bis hin zu einer Zombie-Musical-Hommage an Michael Jackson. Letztere trägt den Titel „Thriller 2009” und war der Abräumer des Abends. Zunächst gewann der Film der Rungenbergschule in Beckhausen den Preis in der Kategorie „Kinder- und Jugendarbeit”, bevor er am Ende auch noch den Publikumspreis erhielt. Das Kuriose: Die Idee wurde zwei Wochen vor Jacksons Tod geboren. Die Schüler sind große Fans und so entstand innerhalb einer Projektwoche der Film. „Das war richtig cool”, sagt Patrick (17), einer der Zombiedarsteller.

Ausgezeichnet wurden außerdem der Mystery-Thriller „Robert Foster ist tot” (Fiktion) von Sebastian Wotschke und Betty Schiels „Lena, Stella, Ümmü und die anderen”, eine 45-minütige Doku über die Schüler der Hansa-Förderschule in Bulmke. Der Film hatte auch schon bei anderen Festivals Preise gewonnen.

Der Feldmarker Wotschke, dessen halbe Familie in dem Film mitspielt, war überrascht: „Damit hätte ich nie gerechnet.” Betty Schiel zeigte sich auch von dem Fest begeistert: „Es war ein charmanter Abend mit ganz viel Herz. Die Veranstalter sind die wahren Local Heroes, auch ohne Logo der Kulturhauptstadt.”

Die lokalen Helden sind in diesem Fall Nina Ude und das Team der Agenda-21-Projektgruppe. „Das Fest war super und unser erster Eindruck, dass diesmal schlechtere Filme als beim letzten Mal dabei waren, hat sich überhaupt nicht bestätigt”, sagt Ude. Wie genau ein weiteres Filmfest aussieht, sei jedoch noch ungewiss. „Die Organisation war viel Arbeit. Es wäre schön, wenn Geld von der Stadt da wäre - oder wenn wir mehr semiprofessionelle Hilfe bekämen”, sagt Ude.

Für die musikalische Begleitung des 2. Filmfest sorgte der Sänger und Gitarrist Reinhard Tietz.

Melanie Meyer

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2010-01-24 18:30
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