Missbrauch in Sex-Boutique
30.04.2009 | 21:01 Uhr 2009-04-30T21:01:00+0200Dem 59-Jährigen scheint endlich das schmutzige Handwerk gelegt. Seit Donnerstag sitzen der Boutique-Besitzer aus Bottrop und ein gleichaltriger Kumpan aus Gelsenkirchen in getrennten Gefängnissen in Untersuchungshaft.
Der Mann steht in Verdacht, über Jahre Mädchen, oft Minderjährige und die jüngste war gerade mal 12 Jahre alt, in seinen Laden gelockt zu haben, sie zu Sexhandlungen verleitet oder genötigt zu haben. Von 25 Missbrauchs-Opfern geht die Kripo derzeit aus.
Man mag sich nicht vorstellen wollen, wie es zunächst in der Boutique „Estelle” und nachdem diese der Domplatten-Baustelle in Buer weichen musste in dem Nachfolgeladen „Elaine” auf der Cranger Straße in Erle, zuging, was die jungen Mädchen dort erlebten, zu sehen bekamen und machen mussten. Eckhard Harms, Leiter der Kommissariates 11, schweigt lieber dazu. Was der Mann offenbar tat, war kein Zufall, sondern gezielte Sex-Anmache von oft instabilen, manipulierbaren Mädchen. Es gelang ihm sogar, zwei Opfer, darunter eine Minderjährige, auf den Strich zu schicken.
Seit Jahren hielten sich in Buer Gerüchte über die zwielichtige Boutique „Estelle” im Schatten von St. Urbanus. Porno-Ecke, hieß es. Die Kripo ermittelte. 2001 erhielt er eine Bewährungsstrafe, weil er Mädchen Sexspielzeug und Pornos gezeigt hatte. Zu härteren Strafen fehlten die Beweise, so Richter Rottlaender damals. Die wurden nun über Monate zusammengetragen, nachdem eine 15-Jährige detailliert aussagte, die dazu vom Jugendamt gedrängt worden war. „Ich bin froh, dass das jetzt ein Ende hat”, so Harms zur WAZ. „Vorübergehend geschlossen” steht nun in Erle an der Boutique am Schaufenster, hinter dem eher billige Disco-Mode ausgestellt ist.
Nein, körperliche Gewalt setzten der 59-Jährige und sein Kumpan laut Polizei nicht ein. Sie gingen offenbar subtiler vor. Gezielt bewegte sich der Boutique-Besitzer in der Jugend- und Mädchenszene, tummelte sich auf Internetseiten und in Chatrooms. Im Internet bot er vermeintliche Praktikantinnenstellen und Ferienjobs an. Andere ließ er in seiner Boutique die Freizeit verbringen. Das war reizvoll, wenn vielleicht das Zuhause fehlte, die Schule geschwänzt wurde, die Mädchen Mode anprobieren konnten. Eben mit Klamotten, auch mit Geld lockte der Mann. Das sprach sich auch herum. So soll es zu Sexhandlungen der Mädchen mit den Männern, in den Läden, aber auch in der Privatwohnung gekommen sein. „Sie wurden in sexuelle Handlungen eingebunden”, heißt es in der Pressemitteilung dazu – mehr will Harms nicht sagen, „das ist besser so, auch für die Mädchen”.
Ältere Kundinnen im Laden soll er derweil „platt angemacht” haben, auch Model-Fotos vorgeschlagen haben. Dass er Mädchen zur Prostitution getrieben haben soll, schockt die Polizei besonders. „Was hat das für Folgen für die Mädchen?”, fragt sich Harms.
07:39
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17:25
Er kann froh sein das er in U-Haft ist. Sonst wäre es jetzt ganz böse für Ihn ausgegangen. Schöne Grüsse aus Erle!!
15:43
Zum Glück sind wir noch ein Rechtsstaat und haben Richter, die nicht emotional sondern rational urteilen.
Bedenklich ist besonders, dass die Mädchen sich in diesem Laden lieber aufgehalten haben als zu Hause oder zusammen mit Freunden oder vielleicht auch in Jugendheimen.
Ich hoffe, dass die Strafe hart ausfällt aber den o.g. Dummgeschwätz möchte ich mich nicht anschließen!
10:55
Eure Vorschläge sind gut. Weg mit dem ganzen Kroppzeug. Das spart Kosten für die Haft und wir müssen ja alle den Gürtel enger schnallen.
09:20
genau. und wenn er klaut die Hände abhacken, und wenn er Mist labert die Zunge rausschneiden. Da öffnen sich ganz neue Möglichkeiten...
09:05
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