Mentor Beuys und seine Kunst-Wirkung

2010 erinnerte der früh verstorbene Gelsenkirchener Maler und Kurator Jürgen Kramer in einer umfassenden Ausstellung „Gelsenkirchener um Beuys“ in den Räumen des Bahnhofscenters an die Aktivitäten des großen Künstlers. Von seinem „erweiterten Kunstbegriff“ und seiner Theorie der „sozialen Plastik“ fühlten sich zahlreiche junge Künstler angesprochen. Paul Sawitzkis „Mantelfabrik“ in Buer, die Rockband „Salinos“ und das „Küchentheater“ entstanden in der Folgezeit und trugen die beuysschen Gedanken in die Gesellschaft. Keimzelle war das Grillo-Gymnasium, wo seit Mitte der 60er Jahre ein Freund Joseph Beuys’ und einer seiner ersten Sammler Kunst unterrichtete.

Am Rande der Kramer-Ausstellung entstand die Idee, im Rahmen einer Vortragsreihe unter dem Titel „Impuls Beuys !?“ mit Hilfe namhafter Beuys-Kenner der Frage nachzugehen, welche Bedeutung das umfangreiche Werk des charismatischen Künstlers über seinen Tod hinaus für unsere Gegenwart und Zukunft hat. Am Freitag, 16. Januar, um 19.30 Uhr ist der Münsteraner Beuys Meisterschüler, Kunstsammler und Kurator Klaus Tesching zu Gast in der „werkstatt“ an der Hagenstraße 34. In seinem, durch zahlreiche Fotos und Dokumente unterstützten, Beitrag verdeutlicht er die Aktualität der beuysschen Impulse unter dem Titel: „Was ich bei Joseph Beuys gelernt habe!“ Eintritt frei, Spenden erbeten.