Menschenkette rund ums HSH

Am Dienstag haben sich die Streikenden im Wissenschaftspark versammelt. In Arbeitsgruppen wurden Strategien für Streikaktionen sowie die Umsetzung der Forderungen entwickelt.

Sabine Korth arbeitet in der Kita Mehringstraße. Zu den Notgruppen hat sie ein gespaltenes Verhältnis: „Einerseits sehe ich die Not der Eltern, andererseits wäre der Druck und damit die Erfolgsaussicht für uns größer ohne Notgruppen.“ Aysel Dasdemir ist da kompromissloser. Die Leiterin des Familienzentrums Wiehagen sagt: „Wir brauchen Wertschätzung und mehr Geld. Wir sind heute Managerinnen für das Gesamtpaket Kind im ersten Stadium. Wir kümmern uns um Sprache, Bildung, Gesundheit, Erziehung und mehr. Auch wenn alle wissen, dass unsere Arbeit wichtig ist: Das reicht nicht! Taten sind entscheidend. Deshalb muss der Druck noch größer werden. Ohne Notgruppen.“

Nebenan textet eine Gruppe gerade Helene Fischers „Atemlos“ um, gemünzt auf die Not der Erzieher. Das wollen sie am Mittwoch ab 9.30 Uhr bei der Menschenkette rund um das Hans-Sachs-Haus singen.

Vanessa Jachmann (Kita Wiehagen) ergänzt: „Bei der Eingruppierung muss auch berücksichtigt werden, in welchem Umfeld gearbeitet wird. Bei uns im Süden ist es schwieriger als in Buer, auch die Elternarbeit, wir arbeiten viel mit dem Jugendamt. Und nehmen vieles mit nach Hause.“