Mehr Schutz für Feuerwehr gefordert

Von verbalen bis hin zu körperlichen Übergriffen: Kräfte des Feuerwehr- und Rettungsdienstes sind in ihrem Berufsalltag immer häufiger Gewalt und Aggression ausgesetzt. Gerade bei Massenveranstaltungen wie Karneval oder Silvester nimmt die Zahl der Angriffe zu. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die komba Gewerkschaft nrw, die die Interessen von Beamten und Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Kommunen und im Landesdienst vertritt, ein Positionspapier erarbeitet. Darin fordert sie mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte.

Zielscheibe von Angriffen

„Die Arbeitgeber und Dienstherren sind in der Pflicht. Es müssen Maßnahmen greifen, damit die Kräfte im Feuerwehr- und Rettungsdienst ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können. Sie dürfen dabei nicht selbst zur Zielscheibe von Gewalt werden“, sagt Ulrich Silberbach, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw.

Besonders bei Großveranstaltungen kommt es in Folge übermäßigem Alkoholkonsums vermehrt zu Gewalt und mangelndem Respekt gegenüber denen, die helfen wollen. Darauf sollten die Einsatzkräfte laut Gewerkschaft mit Fortbildungen besser vorbereitet werden. Auch verlässliche statistische Daten müssten erhoben werden. Und wenn es zu Übergriffen komme, müsse der Eigenschutz vorgehen. In solchen Fällen soll es den Helfern möglich sein, sich aus dem Gefahrenbereich zurückzuziehen. Die komba appelliert an Arbeitgeber, prinzipiell jeden Angriff strafrechtlich zu verfolgen.

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