Mehr Bildung – weniger Kriminalität

555 Insassen hat die JVA Gelsenkirchen. 50 Schüler, davon neun Frauen, nutzen das schulische Angebot. Für die inhaftierten Frauen macht ein externer Bildungsträger ein zusätzliches Angebote im Bereich Floristik, Bürokommunikation sowie Holz, Farbe, Gestaltung. Dafür stehen 36 Plätze bereit. „Die Frauen haben im Regelfall höhere Bildungsabschlüsse“, so die Erfahrung der Lehrkräfte.

Finanziert wird das Unterrichtsangebot vom Land NRW. Dahinter steht auch die Erkenntnis, dass mehr Bildung weniger Kriminalität bedeutet. Die Pädagogenstellen werden nach A 13 bezahlt. Ein- und Ausstiegsgehalt sind gleich. Eine Beförderung gibt es nicht.

Wer im Klassenraum sitzt, wird von der geltenden Arbeitspflicht in der JVA befreit. Seit Ende der 1970er-Jahre steht in der Dienst- und Vollzugsordnung des Strafvollzugsgesetzes das Wort „Bildung“ gleichrangig neben „Arbeit“. „Das wird im neuen Strafvollzugsgesetz noch stärker verankert sein“, sagt JVA-Leiter Carsten Heim.