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Stadtentwicklung

Marktplatz gut im Wachstum

17.10.2012 | 18:20 Uhr
Marktplatz gut im Wachstum
Für etwa 20 Millionen Euro Baukosten entsteht derzeit auf dem Margarethe-Zingler-Platz (Hauptmarkt) in Gelsenkirchen ein Neubau mit Tiefgarage, einem REWE - Markt im Erdgeschoss sowie 55 seniorengerechten Wohnungen. Der Rohbau im Erdgeschoss ist fast fertig gestellt.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen  Die Rohbauten auf dem Margarethe-Zingler-Platz sollen schon Weihnachten fertiggestellt sein. Der Wochenmarkt soll nach der Fertigstellung im Spätsommer 2013 wieder florieren.

Vom urbanen Leben hat sich der Hauptmarkt vor einiger Zeit vorerst verabschiedet. Dienstags, freitags und samstags bauen nur gut ein Dutzend Händler ihre Stände auf. Die Hoffnung auf Besserung wächst gleich nebenan Meter um Meter.

Architekt Dr. Christian Schramm ist mit seinem Projekt voll im Plan. Im Spätsommer 2013 soll auf dem Margarethe-Zingler-Platz auch für die Marktbetreiber wieder Leben einkehren. 20 Mio Euro investiert die Grundstücksgesellschaft DSW in das Projekt. Es könnte zügiger als geplant umgesetzt werden. Christian Schramm, der die Investorengemeinschaft vertritt, setzt auf einen milden Winter. „Unser ehrgeiziges Ziel ist es, den Rohbau schon zu Weihnachten fertigzustellen. Dann sind wir wetterunabhängig, wenn sich ein strenger Winter ankündigen sollte.“

Bäume haben alles gut überstanden

Im Sommer 2004 hat die Stadt den Bebauungsplan für den geplanten Umbau aufgestellt. Festgehalten ist in dem B-Plan auch der Erhalt der Bäume. „Und die“, versichert Schramm, „haben den Sommer dank unserer regelmäßigen Pflege in Abstimmung mit Gelsengrün gut überstanden. Nur in der Rewe-Zufahrt mussten zwei Bäume gefällt werden.“

Die Ambulante Pflegedienste GmbH (APD) und Rewe sollen als Ankermieter für Vitalität sorgen. APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau wird froh sein, beim Umzug vom alten Standort nur einige hundert Meter weiter das neue Domizil beziehen zu können.

Gütesiegel für Senioren-Wohnanlage

Drei Geschosse für 250 Mitarbeiter mietet die APD an. Hasenau: „Wir werden mit der Verwaltung, dem Pflegedienst und der Tagespflege in das Gebäude einziehen. Die Patienten in der Tagespflege erwartet ein lichtdurchfluteter Raum, der das Wohlgefühl fördern soll.

Zum Grundservice der APD gehört auch die Betreuung der Menschen in den Seniorenwohnungen. Hasenau: „Es wird die 17. Seniorenwohnanlage in Deutschland, die mit einem Gütesiegel ausgezeichnet sein wird.“ Gemeinschaftsraum mit Außenterrasse und Dachterrassen sollen das Lebensgefühl verbessern.

Experte ist zuversichtlich

Zum Trübsal blasen sieht Dr. Siegbert Panteleit, bei Gelsendienste zuständig für die Wochenmärkte, auch für Marktbetreiber keine Veranlassung. Er sieht in vielen zukünftigen Veränderungen positive Ansätze für einen wieder florierenden Markt. Man sei mit Markthändlern im Gespräch über die Ergänzung des zukünftigen Sortiments. Durch das Komplementärangebot bei Rewe würde zukünftig auch der Markt stärker frequentiert.

Gute Anbindung an Strom- und Wasserversorgung, dazu die Einrichtung einer öffentlichen Toilette werde Marktbetreiber wieder anziehen. Entspannen wird sich auch die Parkplatzsituation durch den Bau von zwei Tiefgaragengeschossen. Der Marktexperte ist sicher, wieder mehr Vertrauen unter den Händlern aufbauen zu können. Er hofft, dass eines Tages wieder 40 Kaufleute oder mehr ihre waren anbieten werden. Doch er weiß auch: „Von heute auf morgen wird das nicht möglich sein.“

Klaus Johann

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Kommentare
18.10.2012
16:36
Marktplatz gut im Wachstum
von silbrecht | #1

Hört sich alles wunderbar an. Jetzt müssen die Stadtvertreter nur noch eine Lösung für die vielen verloren gegangenen Parkplätze finden, die nicht nur für Kunden, sondern auch für Anwohner vorhanden waren. Die Tiefgaragenparkplätze nutzen den Anwohnern so gut wie gar nichts, denn bekanntermaßen suchen die Kunden erstmal oben einen Parkplatz. Wenn natürlich die ganzen Pkw der APD demnächst in der Tiefgarage parken, stehen oben etliche Parkplätze mehr zur Verfügung. Dies allerdings nur zu bestimmten Zeiten. Es ist echt ein Trauerspiel, wie man als Anwohner mit kostenpflichtigem Anwohnerparkausweis behandelt wird. Wenn die städtischen Bediensteten ins Hans-Sachs-Haus ziehen, wird es noch lustiger, für die Mitarbeiter der Stadt wie auch für die Anwohner. Aber vielleicht wollen die Stadtoberen ja gar keine An- und Bewohner mehr in der Innenstadt? Vielleicht planen sie ja auch die Tore zu einer bestimmten Zeit zuzuschließen, wie im Centro oder Rhein-Ruhr-Zentrum. Dann weiter so....

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