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Skulptur auf THS-Turm

Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier

15.12.2010 | 13:45 Uhr
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
Am Mittwochmorgen hievte ein Kran die 18 Meter hohe und 23 Tonnen schwere Skulptur auf die Spitze des 85 Meter hohen THS-Turms. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.Der Kunst-Koloss Herkules des Bildhauers Markus Lüpertz schaut seit Mittwoch vom THS-Turm übers Revier. THS-Chef Petzinka verkündete, dass der Nordsternpark nach der Fusion mit Evonik Wohnen Firmensitz des Wohnungsriesen wird.

Angekommen: Herkules auf Nordstern. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool

Am Mittwochmorgen hievte ein Kran die 18 Meter hohe und 23 Tonnen schwere Skulptur auf die Spitze des 85 Meter hohen THS-Turms. Nach 20 Minuten Schwebezustand stand der Kunst-Kerl auf sicheren Füßen auf dem Turmdach. Vom obersten Deck des THS-Parkhauses verfolgten eine große Journalistenschar und viele Schaulustige die Aktion. Schneegestöber und Nebel ließen die graue Aluguss-Skulptur mit dem blau angemalten Haaren im grauen Himmel verschwinden.

Um exakt 9.44 Uhr hob die mächtige Kunstfigur vom Boden ab, nachdem noch in der Nacht an den letzten Teilen geschweißt worden war. Passgenau schwebte der Koloss in die vorgefertigte Schablone und musste dann über Stunden mit schweren Bolzen befestigt werden. Herkules blickt Richtung Osten, hinunter nach Horst und Richtung Schalke.

Campus für THS und Evonik

Herkules auf Nordstern

Begeisterter Zuschauer war auch THS Wohnen-Chef Karl-Heinz Petzinka, auf dessen Initiative das zwei Millionen Euro teure Kunstwerk auf der Firmenzentrale des Gelsenkirchener Wohnungsunternehmens zurückgeht. „Das ist klasse. Ich bin froh, dass alles geklappt hat“.

Am Freitag feiert die THS ihr 90-jähriges Bestehen. Bei dem Festakt soll der Herkules feierlich mit einer Lichtinszenierung eingeweiht werden. Am Samstag erleben Nordstern und Herkules dann das Finale des Kulturhauptstadtjahres. „Ich bin glücklich, dass er jetzt da oben steht“, meinte Künstler Markus Lüpertz.

Studien für Herkules

Der Nordsternpark wird im Übrigen Sitz des drittgrößten deutschen Wohnungsunternehmens: THS-Geschäftsführer Karl-Heinz Petzinka gab am Rande der Herkules-Aktion bekannt, dass der Horster Stammsitz des Gelsenkirchener Immobilienunternehmens im Zuge der Fusion mit der Essener Evonik Wohnen zentraler Firmensitz des neuen Wohnungsriesens werden soll. „Die Entscheidung ist gefallen“, so Petzinka.

Lüpertz bemalt Herkules

THS und Evonik bringen es als Milliarden-Unternehmen zusammen auf über 130.000 Wohnungen und beschäftigen an die 1000 Mitarbeiter. Schon im kommenden Jahr sollen die Führungsstäbe zusammenrücken, bis 2012, so Petzinka, soll die Fusion vollzogen sein. „Wir wollen hier einen „Campus“ des Unternehmens schaffen, so Petzinka. Auch soll Nordstern zum Immobilien-Dienstleistungszentrum der Tochterunternehmen werden.

 

Oliver Schmeer

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Kommentare
11.01.2011
11:23
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von DukeMarcus | #48

Mehr als 1 Jahr lang musste ich mir als direkter Anwohner Krach und Dreck gefallen lassen. Aber was nimmt man nicht alles hin, wenn ein persönlicher Lieblingsort verschönert werden soll. Was nun aber hoch oben auf dem Nordsternturm thront, hat mit der Region und mit Kunst ja nun mal gar nichts zu tun! Unproportionierter Körper, fehlender Arm, seltsame Färbung und den ARSCH in Richtung Haupteingang gewandt sagen wohl so ziemlich alles aus! 2 Millionen Euro für dieses Machwerk? Eine Schande für den wunderschönen Nordsternpark und eine Frechheit für das baukulturelle Zechengebäude des Herrn Schupp! Was mich aber am meisten ärgert, ist die Tatsache dass dieses Stück Altmetall direkt in mein Wohn- und Schlafzimmer blickt!

06.01.2011
13:14
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von Jörg Möller | #47

Liebe Planer,
ich weiß ja nicht was ihr da geraucht habt aber ihr solltet dringend euren Dealer wechseln.
Wenn ihr uns Horstern schon ein Männeken aufs Dach stellen müsst, dann wäre die Skulptur eines Kumpel passender gewesen (so er denn als solcher zu erkennen wäre).
Wir sind zwar im Pott, aber potthäßlich muß ja trotzdem nicht sein...

05.01.2011
18:51
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von AndreR. | #46

Ich habe schon lange nicht mehr so etwas häßliches wie diesen sogenannten Herkules gesehen. Es sieht einfach nur lächerlich aus!

05.01.2011
15:42
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von casa-nova | #45

Über Jahre wurden die Überschüsse der Ths durch Mieteinnahmen sicher und gut investiert, und nun setzt man einen Glaspalast auf ein Baudenkmal, baut einen separaten Treppenturm als Sockel für einen Herkules, welchem aus rein logistischen Gründen der linke Arm fehlt.( Die Zeit für die Kranbenutzung war äußerst begrenzt). Wenn aus lauter Dankbarkeit für die Erteilung einer Professur in Düsseldorf einem narzistischen Künstler die Möglichkeit gegeben wird für mehrere
Millionen eine vieldeutige Figur in Position zu bringen, dann hat diese Anbiederung an die zeitgenössische Kunst ein Geschmäckle. Eine Frechheit gegenüber denen, die Nordstern mit Ihrem Blut und Schweiß aufgebaut haben.

18.12.2010
21:53
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von Faradax | #44

Traurig und enttäuschend. Das Gebäude und das Gelände der Zeche Nordstern hat genug gesehen und noch genug in Petto, um mit echter Kultur zu bereichern. Das hat es schonmal geschafft, 1997, zur Bundesgartenschau. Und seit dem sind doch dort nur mehr Events wie Festivals und Konzerte entstanden. Wieso fängt man nun an, dieses echte Stück Leben mit so einer Fassade aus Kultur glattzubügeln? Ist alte Zechenkultur und wenige, aber anhaltende neue Trends zu peinlich für eine Kulturhauptstadt? Ich bin sehr enttäuscht, dass das schlüssige Bild des Nordsternparks durch durch etwas gestört wird, was in keinerlei Hinsicht, weder in seiner Bedeutung, noch in seiner Machart, noch in seinem Aussehen Bezug zur Region oder zu den Menschen hat. Ich bin mehr als frustriert, dass für dieses Projekt 14Mio. Euro geflossen sind.

18.12.2010
21:53
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von Faradax | #43

Traurig und enttäuschend. Das Gebäude und das Gelände der Zeche Nordstern hat genug gesehen und noch genug in Petto, um mit echter Kultur zu bereichern. Das hat es schonmal geschafft, 1997, zur Bundesgartenschau. Und seit dem sind doch dort nur mehr Events wie Festivals und Konzerte entstanden. Wieso fängt man nun an, dieses echte Stück Leben mit so einer Fassade aus Kultur glattzubügeln? Ist alte Zechenkultur und wenige, aber anhaltende neue Trends zu peinlich für eine Kulturhauptstadt? Ich bin sehr enttäuscht, dass das schlüssige Bild des Nordsternparks durch durch etwas gestört wird, was in keinerlei Hinsicht, weder in seiner Bedeutung, noch in seiner Machart, noch in seinem Aussehen Bezug zur Region oder zu den Menschen hat. Ich bin mehr als frustriert, dass für dieses Projekt 14Mio. Euro geflossen sind.

18.12.2010
13:42
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von Geradeausdenker | #42

Diese Witzfigur hat mit griechischer Mythologie gar nichts zu tun. Und ebensowenig steht sie für die Stadt, deren Geschichte oder die Region. Die Kunst besteht offenbar darin, in diesen Schrotthaufen etwas hinein zu interpretieren. Anders kann man den unförmigen, unproportionierten Körper mit Wasserkopf nicht bezeichnen. Dieses Gebilde ist eine Beleidigung für die Stadt und Region. Müssen wir uns das bieten lassen?! Um die Schändung des Baudenkmals von Herrn Fritz Schupp zu beenden, sollte das Gebilde im Nordstern-Park auf dem Boden stehend installiert werden. Hoffen wir darauf, eines nicht zu fernen Tages, von dem Anblick befreit werden....

18.12.2010
09:17
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von MAtag | #41

Schön dass der EUMEL mit Blick nach........, sein Allerwertestes in Richtung seines Stadtteiles streckt...sehr wertschätzend

Schön dass Wir Horster nur den ***** von diesem Herkules sehen.....

und wenn er dann so abends angeleuchtet ist,
wirkt er wie eine ROSA Presswurst....

und je nach Blickwinkel, sieht der Arm aus wie ein Phallus.......

Tja ... aber das wird jetzt sicherlich die Stadt freuen .. Den wollen Alle Sehen, ein Hoch auf die Ansässige Gastronomie und Hotelerie....nur wird sich der Gast über die tollen Strassenverhältnisse wundern.. Obwohl, dass kann man dann auch bestimmt unter Ruhr2010 verkaufen, das is GElsenkirchner Kunst...

16.12.2010
12:01
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von Potthead1988 | #40

Also die Skulptur an sich war ja keine schlechte Idee, obwohl mir rätselhaft erscheint warum nur Lippen und Haare farbig sind. Entweder ganz in natura oder ganz bemalt, so siehts einfach nur ******* und unfertig aus - als hätte der Pott mal wieder nich genug Kohle gehabt. Aber mal abgesehen von der Skulptur, welcher Vollidiot hat sich bitte die Position ausgedacht? Was ist das da auf einmal für ein potthässliches Teil an der Seite des Turms, wo der Herkules draufsteht? Ich bin ja nicht oft da, aber das war doch vorher nich da oder??? Sieht aus wie ne improvisierte Nottreppe. Und warum zur Hölle blickt Herkules nach Osten und ist nicht so gedreht, dass er mit Förderrad und Nordstern-Aufschrift am Turm im Einklang ist? Also in den Plänen sah das Ganze echt gut aus, da war der Herkules bemalt, stand richtig rum und auf dem TURM, nicht daneben auf irgendsonem angefügten schwarzen Kasten. Siehe: http://www.wdr.de/themen/kultur/kulturhauptstadt_2010/programm/_img/herkules_zeche_nordstern_40.jpg
Schade drum!

16.12.2010
08:07
Lüpertz’ Herkules thront nun über dem Revier
von Alle-sind ersetzbar | #39

Ein Wahnsinn, was unter dem Deckmäntelchen der Geldverbrennungsmaschinerie Kulturhauptstadt so alles fabriziert wird...

Kaputte Straßen und sanierungsbedürftige Schulen interessieren statt dessen keine Sau...

Gut, das der Spuk übermorgen ein Ende hat!

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