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Eklat

Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht

12.02.2010 | 18:27 Uhr
Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht

Gelsenkirchen.Ein Eklat im Bundestag und die Folgen: Drei Gelsenkirchener Pfarrer haben der Linke-Abgeordneten Sevim Dagdelen in einem Offenen Brief signalisiert, dass sie in ihren Kirchen unerwünscht sei. Sie war bei einer Auschwitz-Gedenkfeier nicht für Israels Präsident aufgestanden.

Viele Besucher erhofft sich die Bleckkirche ab März bei ihren Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt. Eine Frau ist aus Sicht von Hausherr und Pfarrer Thomas Schöps in der Bismacker Kulturkirche wegen eines Eklats bei der Gedenkfeier im Bundestag zur Befreiung von Auschwitz „unerwünscht“. Und zwar: die Bochumer Linke-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen.

Demonstrativ sitzengeblieben

Wie berichtet, waren Dagdelen und (wenige) Linke-Parteifreunde nach der Rede des israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres anders als alle anderen Bundestagsabgeordneten demonstrativ sitzengeblieben. Begründung: Peres habe in der Rede unter anderem mit seinem Verweis auf iranische Atomraketen „Kriegstreibern Nahrung gegeben“ und eine Vorgehensweise fortgesetzt, „die wir aus dem Irak kennen, wo gleichfalls mithilfe von Bedrohungsszenarien ein furchtbarer Krieg vom Zaun gebrochen wurde“. In einer für Aufsehen sorgenden Aktion hatten Schöps und zwei weitere Pfarrer von Kulturkirchen (Thomas Wessel, Christuskirche Bochum, Barbara von Bremen, St. Petri-Kirche Dortmund) einen Offenen Brief an Dagdelen geschrieben und die Protest-Aktion aufs Schärfste verurteilt: „Sie sind uns nicht erwünscht. Sie haben denen, die überlebt haben, den Respekt verweigert, unseren haben Sie restlos verloren“.

Richtigstellung der Pfarrer

In einem Punkt mussten sich die drei evangelischen Pfarrer korrigieren: Die Linke-Politikerin Sevim Dagdelen war - anders als von Schöps, Wessel und von Bremen zunächst im Offenen Brief behauptet - bei der Gedenkfeier im Bundestag beim Kaddisch (jüdisches Gebet) sehr wohl aufgestanden. Einem entsprechenden Widerrufs- und Unterlassungsbegehren von Dagdelen gaben die Pfarrer am Donnerstag in einer öffentlichen Erklärung nach.

„Das ist aber kein Hausverbot“, betont der evangelische Pfarrer auf WAZ-Anfrage. Zu einem solchen Schritt sei er gar nicht befugt. Er habe diesen Brief auch nicht mit Superintendent Rüdiger Höcker abgesprochen und müsse noch mit diesem reden, räumt er ein. Vielmehr sei es ihnen um ein klares Signal gegangen: „Wir wollen Menschen, die sich in dieser Angelegenheit nicht ausreichend differenziert verhalten, kein politisches Forum bieten“, so Schöps. Man dürfe Israels Politik kritisieren, aber der Rahmen und auch die Worte Peres hätten dazu nicht den geringsten Anlass gegeben.

Kein persönliches Gespräch

Zu einem persönlichen Gespräch zwischen den Pfarrern und Dagdelen ist es bisher nicht gekommen. Die Linke-Politikerin hat in einem Antwortbrief die Vorwürfe zurückgewiesen. Sie würde niemals Opfern des Holocaust ihren Respekt verweigern, betont Dagdelen. Der (von den Pfarrern nicht direkt erhobene) Vorwurf des Antisemitismus sei „infam“. Sie stehe aber dazu, so die Abgeordnete, dass sie Peres nach der Rede wegen dessen Ausführungen zum Iran die stehenden Ovationen verweigert habe. Eine Haltung, die auch in der Linkspartei sehr umstritten ist.

Das Kirchen-Verbot für die Bundestagsabgeordnete wird aber zumindest für die Gelsenkirchener Bleckkirche nicht mehr als symbolischen Charakter haben - anders als in Bochum. Denn dort trifft sich die Linkspartei auch in Räumen der Christuskirche.

Lars-Oliver Christoph

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Kommentare
14.03.2010
11:41
Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht
von messdiener99 | #94

Scheiss wat auf die Kirche. Die Meinung dieser alten pädophilen weltfremden Männer interessiert bald keinen mehr. Die Katholische Kirche richtet sich selbst.

13.03.2010
00:54
Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht
von Dieter82 | #93

Es kotzt mich mittlerweile an,wie die Juden sich hier immer noch als Opfer präsentieren.Die sind doch selbst nicht besser.Wie hoch ist den die Zahl der getöteten Palestinenser???
Wer den Krieg verliert zahlt die Zeche,aber so ein Verhalten ist parasitär.

15.02.2010
18:45
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von Moderation | #92

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15.02.2010
17:05
Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht
von allemachtdendrähten | #91

das mein lieber #70 hüterderwahrheit, sah Peppone etwas anders. Im übrigen hieß der erste Kommunist Jesus von Nazareth.

15.02.2010
16:17
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von Moderation | #90

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15.02.2010
09:28
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von www | #89

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14.02.2010
11:26
Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht
von allemachtdendrähten | #88

hallo #65 HubertVomHellweg, wenn Du doch leider immer an dem Büro vorbei musst, warum nimmst Du keine Augenbinde.

14.02.2010
11:14
Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht
von derneugierigefrosch | #87

Mannomann, ich kriege das große Kotzen wenn ich das alles hier lese. Rechts, links, grün, rot, schwarz, gelb, braun, proislam, antiisraelisch, Antisemitismus, Kultur, Kirche usw.

Wir haben bei uns hier ein ganz großes Problem,

In unserem Demokratieverständnis darf natürlich jeder seine eigene Meinung haben.

Aber wehe, diese Meinung passt nicht zur Meinung unserer sogenannten Elitedemokratieversteher, egal welche Farbe und egal welcher Gesinnung, dann biste schnell der Ar... unserer Bananenrepublik.

Wenn man sich mal mit der gleichen Vehemenz für die tatsächlichen bestehenden Probleme in unserer Bananenrebulik einsetzen würde, könnte es einigen armen Schweinen bei uns, unabhängig ihrer Staatsbürgerschaft oder Herkunft etwas besser gehen.

14.02.2010
09:57
Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht
von PESATO | #86

Von Kirchen halte ich nichts, sind fast alles nur Heuchler, habe es selbst am eigenen Leib erlebt....sollten ihren Dreck erst mal selber vor der Türe weg Kehren!!!!!

14.02.2010
07:39
Linke-Politikerin Dagdelen in der Kirche unerwünscht
von exopelaner | #85

Ich möchte Frieden, was kann ich dafür wenn früher alles schlecht war, es muss doch mal
Schluss sein mit diesen debatten.
Ob nun Frau Dagdelen richtig oder falsch gehandelt hat muss Sie mit sich selbst ausmachen.
Schaut mal auf alle anderen Politikern was die so alles verbrechen.

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