Letzte Vorbereitungen für Rock im Revier abgeschlossen

Zuversichtlich vor dem Festivalstart sind (v.l.) die Veranstalter Fred Handwerker und Oliver Hoppe sowie Moritz Beckers-Schwarz (Schalke).
Zuversichtlich vor dem Festivalstart sind (v.l.) die Veranstalter Fred Handwerker und Oliver Hoppe sowie Moritz Beckers-Schwarz (Schalke).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Veranstalter und Schalker Arena-Management glauben, dass Rock im Revier ein Festival-Highlight für die Region wird. Freitag geht’s los – und 2016 weiter.

Gelsenkirchen.. Keine 26 Stunden vor Festivalstart wirken die Hauptakteure Donnerstag recht entspannt. Tief in der Veltins-Arena, im Presseraum von Schalke 04, wo sich sportlich zuletzt eher die große Depression breit machte, sitzen Moritz Beckers-Schwarz, Oliver Hoppe und Fred Handwerker Seite an Seite und demonstrieren Zuversicht. Mit Rock im Revier, glauben sie, „wird ein weiteres Highlight ins Herz des Ruhrgebiets ziehen.

Das erste Mal haben Veranstalter den Mut, hier ein dreitägiges Festival auszurichten. Das Konzept ist für uns zukunftweisend. Wir gehen dorthin, wo die Menschen sind.“

Auch das steht für Beckers-Schwarz, den Geschäftsführer der FC Schalke 04 Arena Management GmbH, und die beiden Veranstalter von Wizard- und Handwerker Promotion fest: „Für uns ist klar, wir machen weiter. Aber es ist an uns, das so zu schaffen, dass die Leute sagen – das ist geil, da wollen wir wieder hin.“

Metallica, Muse, Kiss und Limp Bizkit

Festival Und ebenso sicher ist bereits: Rock im Revier mit Zugnummern wie Metallica, Muse, Kiss, Limp Bizkit, Death Punch oder Judas Priest wird ein Verlustgeschäft. Hoppe: „Es gibt kein Festival, das in dieser Größenordnung im ersten Jahr Geld verdient.“ Der Vorverkauf lässt keinen Massenansturm erwarten. Donnerstag rechnet Handwerker bei Metallica mit 30 000 Besuchern, an den beiden anderen Tagen mit jeweils 20 000.

Sprich: Rock im Revier ist ein Wechsel auf die Zukunft. Daran, dass die Rechnung irgendwann aufgeht, arbeiten Donnerstag noch hunderte Helfer und 120 Techniker auf Hochtouren. In der Arena, an der Open-air-Bühne auf dem Parkplatz P7 und in der Emscher-Lippe-Halle werden noch „Big“-, „Boom“- und „Bang“-Stage eingerichtet, während mittags schon die ersten von – erwartet 7000 Campern – auf der Trabrennbahn einlaufen. Im Zehn-Minuten-Takt sollen sie vom und zum Festivalort mit Sonderbussen der Bogestra fahren können.

Rund um Rock im Revier

Die weiteren Basis--Informationen für Besucher und Anwohner:
– Verkehr: Sperrungen wird es rund um die Arena nicht geben. Besondere Verkehrsbelastungen, heißt es, seien nicht zu erwarten. Handwerker erwartet „einen zügigen Ablauf“. Zum Vergleich: An einem normalen Schalke-Spieltag kommen gut 60 000 Menschen in die Arena, dafür ist die Infrastruktur ausgelegt.
– Lärm: Bis 23 Uhr spielen die Bands. Die Auflagen zur Lärmbegrenzung sind laut Hoppe „im üblichen Rahmen. Wir werden das umsetzen mit einer möglichst geringen Belastung der Anwohner“.
– Sound: Zu leise für wahre Metal-fans wird es aber auch nicht. Beckers-Schwarz: „Wir haben noch nie die Beschwerde gehabt, dass es zu leise ist, wenn hier Bands wie ACDC gespielt haben. Beim Einpegeln will man sich übrigens auf die Erfahrungen des Metallica-Mischers verlassen. Der hatte die Arena zuletzt gut beschallt.

– Geld: Die Knappenkarte, sonst Zahlungsmittel in der Arena, hat beim Festival Pause. Bezahlt wird an den Gastroständen ausschließlich mit Bargeld. Insgesamt wollen die Veranstalter mit dem Service und den Sanitäranlagen „eines modernen Veranstaltungsortes“ punkten.
Die Tageskassen öffnen ab 12 Uhr. Tickets ab 69 Euro.