Kunst schwebt im Museum

Ein kinetisches Objekt von Jens J. Meyer hat das Kunstmuseum in Gelsenkirchen neu angekauft. Museumsleiterin Leane Schäfer vor der Arbeit in der Ausstellung.
Ein kinetisches Objekt von Jens J. Meyer hat das Kunstmuseum in Gelsenkirchen neu angekauft. Museumsleiterin Leane Schäfer vor der Arbeit in der Ausstellung.
Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.. Die kinetische Abteilung des Kunstmuseums ist um eine Attraktion reicher.

Das Haus kaufte Ende 2014 als Ergänzung zur Sammlung der großen Abteilung mit kinetischer Kunst die fragile, federleichte Arbeit „Looping Me“ von Jens J. Meyer an, die nun in der Sammlung präsentiert wird.

Meyer arbeitet mit zarten Aluminium- und Edelstahlstäben, die er zu geometrisch, minimalen Grundformen spannt. Die bilden jetzt die Basis der Skulptur. Diese wird vom Künstler dann mit textilen Elementen versehen, die die inneren Kräfte der Skulptur, ihr Gleichgewicht und ihre Volumen und deren Vielfältigkeit verdeutlichen.

Experimente mit Lycra

Ganz neu bei dieser Arbeit ist die Verwendung von Lycra als textile Verspannung, mit der Meyer erst seit kurzem experimentiert. Diese lassen die Arbeit noch schwebender erscheinen. Die Verbindung der Geometrie der Metallstäbe mit der Leichtigkeit der textilen Strukturen erzeugen ein dynamisches Spiel von Flächen und Linien im Raum und ergänzen die kinetische Sammlung im Kunstmuseum. Jens J. Meyer ist bereits mit zwei Arbeiten, darunter der große Lichtkeil aus dem Jahre 2000, vertreten.

In der Restaurationswerkstat befindet sich zurzeit noch die „Spanische Fliege“, das interaktive Objekt des Künstlers Kees Aafjes. Das Werk soll ebenfalls bald wieder im Museum zu sehen sein.