Küppersbusch in Gelsenkirchen droht Personalabbau

In der Versuchsküche von Küppersbusch werden normalerweise Technik und Geräte getestet. Jetzt braucht das Unternehmen Rezepte für die eigene Haugerätesparte
In der Versuchsküche von Küppersbusch werden normalerweise Technik und Geräte getestet. Jetzt braucht das Unternehmen Rezepte für die eigene Haugerätesparte
Foto: WAZ FotoPool
Die Gerüchte um einen Personalabbau bei Küppersbusch in Gelsenkirchen scheinen Wahrheit zu werden. Belegschaft droht der nächste Personaleinschnitt.

Gelsenkirchen.. Der Küppersbusch-Belegschaft droht der nächste herbe Personaleinschnitt. Diesmal wird es wohl den Hausgerätebereich treffen. Aus den kursierenden Gerüchten wird nun wohl Realität. Auf einer Betriebsversammlung wurden Montag die Pläne der Geschäftsführung präsentiert. Demnach soll der Kundenservice ausgelagert werden, Personalabbau soll es in allen Abteilungen und auch im Ersatzteillager geben. Betriebsrat und IG Metall fürchten, dass damit das Personal – auch durch Betriebsübergänge – von aktuell 165 auf unter 70 Mitarbeiter abgebaut werden soll.

Die Belegschaft sieht die Pläne höchst kritisch. „Sie befürchtet, dass durch den drastischen Personalabbau die Lebensgrundlage von Küppersbusch gefährdet wird“, so Robert Sadowsky, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall, nach der Versammlung. Das Unternehmen lebe von der Qualität seiner Produkte, dem Design, „vor allem aber vom hervorragenden Kundendienst“.

Betriebsrat und Gewerkschaft stellten der Geschäftsführung ihrerseits ein – mit hinzugezogener Fachexpertise erarbeitetes – Konzept vor. „Wir sehen, dass Veränderungen notwendig sind, auch harte Einschnitte, aber wir versuchen, mit einem geringeren Personalabbau auszukommen“, so Sadowsky. Der Vorstoß der Arbeitnehmer wurde von der Firmenleitung zurückhaltend aufgenommen. Mittwoch soll es die nächste Gesprächsrunde „über Alternativen“ geben – und „nicht etwa schon über einen Sozialplan“.