Küppersbusch in Gelsenkirchen definiert sich neu

Schaustücke aus der Küppersbusch-Kollektion – vom frühen Kohle-Ofen bis zum E-Herd.
Schaustücke aus der Küppersbusch-Kollektion – vom frühen Kohle-Ofen bis zum E-Herd.
Foto: Küppersbusch
Was wir bereits wissen
Die Hausgeräte-Sparte des Küchenspezialisten wird 140 Jahre alt. Das Unternehmen fokussiert seinen Markenauftritt auf Design, Qualität, Funktion, Innovation und gesunden Genuss.

Gelsenkirchen.. Auf der Kölner Messe „LivingKitchen“ präsentierte sich Küppersbusch als Unternehmen mit 140-jähriger Tradition und höchst modernem Küchengerät. Das Gelsenkirchener Unternehmen pflegt seit einiger Zeit einen gehobenen Markenauftritt. Im Jubiläumsjahr geht es auch darum, das Image aufzupolieren.

„140 Jahre Küppersbusch: Für uns ist das ein Grund zu feiern und eine Herausforderung zugleich. Als Teka-Gruppe, zu der Küppersbusch seit 16 Jahren gehört, wollen wir die Marke für die Zukunft neu ausrichten und erfolgreich aufstellen“, so Martin Beck, Vorstand der Teka Industrial Group, Kitchen & Bath, in der Jubiläumsbroschüre, die zum 140-jährigen Bestehen aufgelegt wurde. Beck kündigt an: „Wir werden künftig verstärkt in Design, innovative Produkte und zukunftsweisendes Marketing investieren sowie kreative, motivierte Mitarbeiter fördern und die interkulturelle Kompetenz stärken.“

Die erste Herdfabrik in Deutschland

1875 gründete Friedrich Küppersbusch die erste Herdfabrik in Deutschland: Mit „F. Küppersbusch & Söhne“ startete er in Schalke mit der handwerklichen Fertigung von Kohleöfen. „Fünf Jahre später lief bereits mit zwölf Mitarbeitern die Serienproduktion. Küppersbusch wuchs rasant weiter und war 1913 mit 2500 Mitarbeitern eine der größten Spezialfabriken des Kontinents. Die Mitarbeiter produzierten täglich 350 Herde und Öfen“, heißt es in der Firmenchronik. Der Bereich Großküchentechnik, heute der Produktionsschwerpunkt im Werk in der Feldmark, wurde 1898 gegründet.

Mitte des letzten Jahrhunderts hat sich Küppersbusch zum Vollsortimenter entwickelt und bietet Kücheneinbaugeräte wie Gasherde, Dunstabzugshauben und voll-emaillierte Kühlschränke an. 1970 hält die Einbauküche Einzug in die Haushalte: Küppersbusch liefert die passenden Einbaukomponenten. Das Thema Design steht seit 1993 im Fokus: Seitdem nimmt das Unternehmen an Design-Wettbewerben teil. Bislang wurden mehr als 60 Produkte wie Backöfen, Herde, Kochflächen und Dunstabzugshauben mit nationalen und internationalen Preisen prämiert.

Neuausrichtung kam 2013

Um international im Geschäft zu bleiben, war die Fusion der Küppersbusch Hausgeräte GmbH und der Küppersbusch Großküchentechnik GmbH & Co. KG mit der spanischen Teka-Gruppe entscheidend. Weltweit waren damit rund 5000 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Küppersbusch in Gelsenkirchen blieben aktuell gerade einmal 171 Mitarbeiter im Hausgerätebereich, aktuell nur noch gut 100 sind es nach der Restrukturierung und der Insolvenz 2013 im Großküchensektor.

Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren legte Küppersbusch 2013 den Grundstein für seine Neuausrichtung: rund 80 Prozent der bisherigen Produkte wurden ausgetauscht. Auch die Markenwerte wurden neu definiert: Design, Qualität, Funktion, Innovation und gesunder Genuss sind die Bereiche, auf die sich das Unternehmen in den kommenden Jahren fokussieren werde, so Andrea Heiner-Kruckas, die seit 2012 als Marketing-Direktorin den Marktauftritt steuert.

Auf der „LivingKitchen“ feierte das Unternehmen mit Kunden bereits den 140. Gründungstag am Kölner Messestand und stellte gleichzeitig eine Reihe Produktneuheiten vor. Zelebriert werden soll der Firmengeburtstag auch im größeren Kreis – mit einem Mitarbeiterfest im laufenden Jahr.

Bemaltes Meisterstück wird versteigert

Mit dem Gelsenkirchener Künstler Christian Nienhaus ist Küppersbusch besonders verbunden: Mit dem Projekt „Art meets kitchen“ hat Nienhaus eine Plattform in seinem Bueraner Atelier geschaffen, um die beiden Disziplinen Kunst und Kochen auf besondere Weise zu verschmelzen. Küppersbusch ist hier ein Küchenpartner des Künstlers, Nienhaus wiederum gestaltet maßgeblich die Jubiläumsaktion der Firma mit: „Anlässlich unseres 140-jährigen Bestehens hatten wir die Idee, ein Küppersbusch Meisterstück von Christian Nienhaus bemalen zu lassen und dieses für einen guten Zweck zu versteigern. Da sowohl Nienhaus als auch wir fest in Gelsenkirchen verwurzelt sind, war uns sehr wichtig, dass der Erlös an eine Stiftung in unserer Stadt geht“, sagt Marketing-Direktorin Andrea Heiner-Kruckas. Die Wahl fiel auf die Manuel Neuer Kids Foundation, die Kinder in Gelsenkirchen unterstützt. Bei der Messe LivingKitchen in Köln wurde die Jubiläumsaktion am Küppersbusch-Stand präsentiert.

Anfang Mai startet die Auktion für das Meisterstück und endet am 15. Mai 2015 – genau 140 Jahre nachdem Friedrich Küppersbusch seine Herdfabrik „F. Küppersbusch & Söhne“ gegründet hat.