Künstler beleuchten Themen der Politik

Mitglieder des Bundes Gelsenkirchener Künstler: v.l. Barbara Ring, Christel Zibert, Monika Stolarczyk-Salehian, Ilsebill Eckle, Melek Aktürk, Christel Klarhöfer, Sabine Leichner-Heuer und Klaus Stegmann.
Mitglieder des Bundes Gelsenkirchener Künstler: v.l. Barbara Ring, Christel Zibert, Monika Stolarczyk-Salehian, Ilsebill Eckle, Melek Aktürk, Christel Klarhöfer, Sabine Leichner-Heuer und Klaus Stegmann.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Ausstellung beim Bund Gelsenkirchener Künstler zu „Kunst.Aspekte.Politik“.

Gelsenkirchen.. Im kleinen Ausstellungsraum herrscht drangvolle Enge. Bilder, Objekte und Installationen hängen an den Wänden, stehen in Ecken, liegen auf dem Boden. Hier gibt es offensichtlich Mitteilungsbedarf. Der Bund Gelsenkirchener Künstler wird im Jahre seines 65. Geburtstages politisch und präsentiert seine Gruppenschau unter dem Motto „Kunst.Aspekt.Politik“.

Gleich zwölf Mitglieder der Künstlervereinigung setzten sich differenziert mit globalen Themen wie Flüchtlingen, Integration, der internationalen Finanzwelt, Krieg und Frieden auseinander. Die Schau in den Räumen des Domizils an der Bergmannstraße 35 wird am Sonntag, 14. Juni, um 11 Uhr eröffnet.

„Die Gruppenausstellung soll Lust auf politische Reflexionen und Diskussionen machen“, sagt Sabine Leichner-Heuer. Die Vorsitzende des Künstlerbundes will zum Beispiel mit ihrer Installation aus Kinderfotos, die an roten Fäden baumeln, das Elend der Schwächsten dokumentieren, „denn gerade Kinder werden in dieser Welt oft verschaukelt“.

"Grün versprechen, Rot zeigen"

Melek Aktürk kritisiert mit ihrer transparenten Installation aus grüner und roter Fläche „Grün versprechen, Rot zeigen“ den Umgang mit Muslimen. Renate Brändleins Geldkoffer-Objekt „Werteverfall“ symbolisiert mit seinen Handspuren die Gier nach dem Mammon.

Auf brillanten Fotos thematisiert Idur Eckle den Ruf nach Ordnung und Sicherheit, während Christel Klarhöfers Collage eine politische Lösung des weltweiten Flüchtlingsproblems fordert. Barbara Ring setzt sich in ihren Collagen spielerisch und humorvoll mit Spitzenpolitikern auseinander. Klaus Stegmann thematisiert mit einer Installation Aspekte von 25 Jahre Mauerfall.

„Lobbyismus und Parlament“ titelt Christel Zibert ihre Installation. Gabriele Tolksdorf gestaltet eine Raumecke zum Thema Kriegsschauplätze dieser Welt und Monika Stolarczyk-Salehians „Diskussionslager“ dient als spielerische Einladung zum Austausch. Weitere Arbeiten zeigen Ilsebill Eckle, Gabriele Füting und Christian Hardick.