Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 12°C
Kultur

Kreativität in neuer Werkstatt

02.11.2011 | 17:56 Uhr
Kreativität in neuer Werkstatt
Künstler Jürgen Stutzinger in seinem neuen Atelier an der Liboriusstraße in Gelsenkirchen-Schalke. Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen.Acht Jahre lang hat er an einem ungewöhnlichen Ort gelebt und gearbeitet. Jetzt ist der bildende Künstler Jürgen Stutzinger umgezogen und lebt und arbeitet erneut an außergewöhnlicher Stätte. Von einem riesigen Lagerraum auf Rhein-Elbe hat es den Gelsenkirchener nun auf einen Hinterhof an die Liboriusstraße verschlagen.

Und hier fühlt er sich inzwischen ebenso wohl wie auf dem ehemaligen Zechengelände. In der neuen Werkstatt stehen dem 52-jährigen transdisziplinären Künstler nun ein Grafikraum, eine Glaswerkstatt, Lager und ein Atelier für Papierarbeiten zur Verfügung.

Ein Ort, den er in Zukunft, ähnlich wie auf Rhein-Elbe, auch interessierten Kunstfreunden zugänglich machen will. Stutzinger installierte in Gelsenkirchen schon 2005 eine neue Salon-Kultur, mit Events, bei denen sich Kreative unterschiedlicher Genres zum Austausch trafen. Das soll in der neuen Werkstatt fortgesetzt werden.

Zudem will er regelmäßig an jedem ersten Sonntag im Monat ein offenes Atelier einrichten, zum Gucken, Reden, Stöbern.

Stutzinger, das dokumentiert sein Atelier, arbeitet an vielen Projekten gleichzeitig, schafft Objekte aus bunten Glasscherben und Textausrissen, arbeitet literarisch, schafft Kreationen im Internet, ist an Ausstellungen und einem Postkartenprojekt der Deutschen Kunst Manufaktur beteiligt, er schuf Videoinstallationen und Kurzfilme, war in das offizielle Ruhr.2010-Programm eingebunden.

Work in progress

Im Glasatelier geht gerade eine große Arbeit zum Thema Terror Richtung Vollendung, eine Collage aus Texten und Bildern: „Dieses Werk habe ich bereits 1998 begonnen und immer wieder erweitert.“ Auch das ein Arbeitsprinzip Stutzingers: sammeln, suchen, entdecken, entwickeln. Work in progress.

Die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Prozessen und die Analyse der spannungsreichen Beziehung von Alltag und Kunst zeichnet viele von Stutzingers Werken aus.

Elisabeth Höving

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6040266/create

Aktuelle Fotos und Videos
40 Jahre Maritim
Bildgalerie
Hotel
Eine echte Gaudi
Bildgalerie
Schützenfest
Drachenwetter auf Consol
Bildgalerie
Himmelsstürmer
Rock Hard in Gelsenkirchen
Bildgalerie
Festival
Aus dem Ressort
Vor 2021 wird Gelsenkirchen den Haushalt nicht ausgleichen
Stärkungspakt
Von 2014 bis 2018 wird die Stadt Gelsenkirchen jährlich gut 25 Millionen Euro zusätzlich aus Düsseldorf erhalten, dem Stärkungspakt Stadtfinanzen sein Dank. Aber die Summe der Kassenkredite wird steigen, bis die Stadt es schafft, den Haushalt aus eigener Kraft auszugleichen – also nicht vor 2021.
Farfan im Visier - Einbrecherbande muss lange ins Gefängnis
Prozesse
Fleischgroßhändler und Weinlager hatten sie jahrelang leer geräumt, nun müssen sie mit karger Gefängniskost vorlieb nehmen. Das Landgericht Essen verurteilte vier Angeklagte aus Bottrop und Gelsenkirchen wegen schweren Bandendiebstahls in mehreren Fällen zu bis zu fünf Jahren und drei Monaten Haft.