Kreativität gefragt
31.07.2007 | 22:46 Uhr 2007-07-31T22:46:37+0200Bewerbungen für das Leitprojekt "Twins" innerhalb der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 können noch bis Ende 2007 eingereicht werden. Gesucht werden Ideen, die zusammen mit den europäischen Partnerstädten umgesetzt werden
Das städteübergreifende Projekt "Twins" zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010 kommt langsam ins Rollen. "Twins ist eines der feststehenden Leitprojekte, bei dem der europäische Vernetzungsgedanke im Vordergrund steht", so Ria Jansenberger, Projektleiterin von "Twins 2010".
Jeder kann seine Ideen zum Kulturhauptstadt-Motto "Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" einreichen. Voraussetzung ist, dass jeweils mindestens ein Projektteilnehmer aus einer der Ruhrgebietsstädte sowie aus einer der über 150 europäischen Partnerstädte kommt. Auch und gerade junge Menschen sind gefragt. "Bei Twins sollen sich alle Kultursparten wiederfinden", betont die Projektleiterin. "Aber auch der Sportbereich kann sich bewerben, denn die Sportkultur spielt ja im Ruhrgebiet eine große Rolle."
Bis zum 31. Dezember 2007 läuft die Bewerbungsfrist, eine zweite "Nachrutschphase" geht bis Ende 2008. Die Verantwortlichen rechnen mit rund 100 "Twins"-Projekten, die schließlich Teil des Kulturhauptstadt-Programms sein werden. Bisher eingegangen sind 40 Projektanträge, rund ein Viertel davon findet sich bereits im Internet auf der Website www.twins2010.de. "Dort gibt es nicht nur alle Spielregeln und Bewerbungsinformationen, sondern auch ein Forum, wo Künstler, die eine tolle Idee haben, aber noch keinen europäischen Partner finden konnten, ihr Projekt vorstellen können", sagt Ria Jansenberger. Die Auswahl aus den eingereichten Vorschlägen trifft eine internationale Jury, die derzeit besetzt wird, im Frühjahr 2008.
"Twins"-Beauftragter in Gelsenkirchen ist Volker Bandelow, Leiter des Referats Kultur. "Ich weiß, dass einiges bei den hiesigen Kulturschaffenden in Planung ist", sagt er. Eines der ersten eingereichten Projekte hat Chansonsängerin Maegie Koreen im Rahmen ihrer RuhrChansonnale entwickelt: "Ich bin sicher, dass es in den Partnerstädten sowohl junge Menschen als auch arrivierte Künstler gibt, die das literarische Chanson pflegen, und das nicht nur in Frankreich, sondern auch in Ländern wie Polen", sagt die Sängerin, die bereits seit eineinhalb Jahren an ihrem "Twins"-Konzept arbeitet und über Partner in Hagen demnächst in konkretere Planungen gehen kann.
Aber auch für alle anderen ist der Zug noch nicht abgefahren: "Wir haben längst noch nicht genügend Projektideen", meint Ria Jansenberger. "Alle Kreativen sind herzlich eingeladen, sich bei Twins zu beteiligen und mit ihren Vorschlägen dieses Projekt weiter aufzuwerten." Sto
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