Kreativität erobert die Maschinenhalle

Zum erstenmal fand ein Kunsthandwerkermarkt im Veranstaltungshaus stadt.bau.raum in Gelsenkirchen statt. Michael Muckel aus Wassenberg sägt an seinem Stand filigrane Holzarbeiten.
Zum erstenmal fand ein Kunsthandwerkermarkt im Veranstaltungshaus stadt.bau.raum in Gelsenkirchen statt. Michael Muckel aus Wassenberg sägt an seinem Stand filigrane Holzarbeiten.
Foto: WAZ

Gelsenkirchen..  Die ehemalige Maschinenhalle wurde am Wochenende durch einen bunten Markt zum idealen Ausflugsziel.

Es gab außergewöhnlichen Schmuck, bunte Strickmützen, hochwertige Öle, Salze und köstliche Schokolade – so vielfältig präsentierte sich der erste Kunst- und Handwerkermarkt im „stadt.bau.raum“.

Die urige Kulisse im ehemaligen Schacht Oberschuir machte das Stöbern für die vielen Besucher zum ganz besonderen Erlebnis. „Um zwölf Uhr war die Eröffnung. Aber um halb standen viele schon vor der Tür und haben gewartet“, freut sich Veranstalter Gert Schiffers. Nach einer halben Stunde konnten die Wartenden dann endlich hineinströmen und sich auf die 40 Aussteller mit ihren vielfältigen Waren und kulinarischen Leckereien stürzen.

Accessoires made in Gelsenkirchen

Im Eingangsbereich warteten schon einmal selbstgemachte Marmelade zum probieren und Strickaccessoires. Weiter ging es in der großen Maschinenhalle. Die Aussteller zeigten hier ihre Produkte und werkelten sogar noch während der Ausstellung weiter. Da wurde fleißig gestrickt, Holz gehobelt und Schmuck gedreht.

„Das ist wirklich mal was ganz besonderes. So viele schöne Sachen, da kommt man auch auf tolle Geschenkideen. Ich hoffe, so einen Markt wird es hier jetzt öfter geben“, so Inge Werner, die schon seit über einer Stunde in der Halle bummelt und sich auch schon einen gestrickten Schal und Pralinen gekauft hat. Wer einmal durch die Maschinenhalle durch war, konnte in der kleinen Halle noch leckeren Käse, Wurst oder Waffeln probieren und natürlich auch kaufen. Dazu gab es beim Cappuccino Bike frischen Kaffee. „Ganz schön eng hier, aber auch gemütlich“, meint der Barista Hans-Peter Lutz.

Natürlich durfte unter den Ausstellern auch eine Gelsenkirchenerin nicht fehlen. Bei Elisabeth Hämel gab es Accessoires und Geschenkideen rund um den Ruhrpott. „Wir kennen ja alle die Verbundenheit der Ruhrgebietler zu ihrer Region. Insgesamt achte ich bei den Märkten immer darauf, dass die Waren sehr hochwertig und die Aussteller professionell sind. Hier stehen keine Leute, die ihre Sache nur als Hobby betreiben. Das ist mir sehr wichtig. Und die Schätze aus dem Ruhrgebiet passen da natürlich auch gut zu“, lacht der Veranstalter, der selbst aus Aachen kommt.

Am Sonntag gab es auf dem vielseitigen Kunst- und Handwerkermarkt außerdem eine Autorenlesung mit Thomas Althoff statt, der aus seinem Roman „Komm, wir schießen Kusselkopp“ rezitierte.