Komatrinken kommt aus der Mode

Der Alkoholkonsum bei Heranwachsenden im Alter von zehn bis 19 Jahren ist rückläufig. Wie das Statistische Landesamt NRW mitteilte wurden 2013 weniger Kinder und Jugendliche aus NRW wegen akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt als noch im Jahr davor. Auch in Gelsenkirchen gibt es einen Rückgang – im Vergleich zu anderen Städten sogar einen überaus deutlichen. Von insgesamt 101 registrierten Fällen hier im Jahr 2012 sank die Zahl auf 48 in 2013. Das entspricht einem Minus von 52,5 Prozent. Die Stadt Dortmund zum Vergleich kommt dagegen bei 203 Fällen in 2013 nur auf einen Rückgang von 7,3 Prozent.

Nach Geschlechtern aufteilt sieht die Statistik für Gelsenkirchen so aus: Während die Zahl der Alkoholvergiftungen bei Mädchen und jungen Frauen von 45 auf 23 im Jahr 2013 sank (minus 48,9 Prozent), stellt die Abnahme von 55,4 Prozent bei Jungen und jungen Männern den größten Rückgang dar. 2013 waren es 25 Intoxikationen, im Jahr zuvor noch 56 Fälle von „Komatrinken“.

2013 wurden landesweit mit 5269 Fällen so wenig Heranwachsende wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr wegen Alkoholvergiftungen behandelt. Laut Statistik waren das 14,7 Prozent weniger Behandlungsfälle als 2012.