Kitabetrieb nicht im Rotlichtmilieu
08.12.2009 | 17:55 Uhr 2009-12-08T17:55:00+0100Die Stadt zieht Vorschlag zurück, Kinder in der Liboriusstraße 37 unterzubringen: Begründung: „In dem Gebäude befinden sich weitere Mieter, die mit dem Betrieb einer Kindertagesstätte nicht vereinbar sind”, erklärte Alfons Wissmann, Leiter des Referates Erziehung und Bildung.
Ein Teil der Kinder der Kita Königstraße 1 in Schalke sollte im nächsten Jahr in das Gebäude Liboriusstraße 37 umziehen, in das vor kurzem auch das Nasse Café der Drogenberatung Kontaktcentrum übergesiedelt ist - das empfahl die Verwaltung in einer Beschlussvorlage, die eigentlich am Donnerstag im Hauptausschuss zur Abstimmung gestanden hätte. Jetzt zogen die Verantwortlichen das Papier zurück. Begründung: „In dem Gebäude befinden sich weitere Mieter, die mit dem Betrieb einer Kindertagesstätte nicht vereinbar sind”, erklärte Alfons Wissmann, Leiter des Referates Erziehung und Bildung.
„Inside Dreams - Klassische sinnliche Massagen - Tantramassagen”, so liest sich im Internet, was im Dachgeschoss des Gebäudes offenbar stattfindet. „Ich bin da mal raufgefahren und stand vor einer videoüberwachten Tür. Ich möchte jetzt nicht beschreiben, was ich sonst noch rausgefunden habe”, so Wissmann. Jedenfalls sei es nicht vorstellbar, in dieser räumlichen Nähe einen Kindergartenbetrieb anzubieten. „Da muss nur mal ein Kind angefasst werden, dann ist es vorbei.”
Warum die Kita überhaupt umziehen muss? „Die Kindertagesstätte in der Königstraße 1 muss für die anstehende Betreuung von unter Dreijährigen ausgebaut werden. Wir brauchen in Zukunft Platz für acht Gruppen, ausgerichtet ist die Kita für fünf Gruppen”, erklärt Wissmann. Der Umbau sei umfangreich und erfordere, dass die Kinder (107) in der Zwischenzeit woanders untergebracht würden „für mindestens zwei Jahre”.
Umziehen sollten die Kinder nach Vorstellung der Verwaltung bis gestern in die derzeit leer stehenden Räume der Ev. Kita Tannenbergstraße 4-6 und eben in die Liboriusstraße 37 (die Vorlage hatte den Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften bereits passiert). Begründung für die Wahl dieses Standortes: „Die Kinder sollen in der Nähe ihres Wohnortes untergebracht werden, viele Eltern in diesem Stadtteil haben kein Auto”, hatte Wissman vor seinem Rückzug gegenüber der WAZ betont. Jetzt müsse man nach einem neuen Standort suchen Der Umbau an der Kita Königstraße soll am 1.4.2010 beginnen.
09:11
#13 butterbeidiefische: Sie eiern herum! Eine öffentliche Ankündigung hat es gegenüber dieser Zeitung gegeben. Über den internen Schriftverkehr bin ich nicht vertraut. Aber auch die nach außen gerichteten Statements reichen, ja es gehört sogar zu der Pflicht, diese zur Kenntnis zu nehmen.
Ein Wort meinerseits zur Tageszeitung: Natürlich ist die WAZ GE nicht die FAZ, aber das entschuldigt keinen schlechten Journalismus. Und bei der Redakteurin von spitzer Feder zu sprechen, dass grenz schon fast an Diskreditierung von Leuten, die diese Fähigkeit wirklich besitzen! Diese Artikel sind polemisch, inhaltsleer und schlecht recherchiert. Mehrfach, und in diesem Fall sogar mehrfach bei ein und der gleichen Person. Wenn sie von parteipolitischer Schönfärberei mit der Darstellung von „genehmigten Problemen“ der Stadt reden, und dass sie nicht nur diese in der Zeitung lesen möchten, dann ist das i.o. Nur wenn diese dann durch konstruierte haltlose Probleme ersetzt werden, dann ist dies auch nicht der richtige Weg. Für mich jedenfalls nicht. Und deswegen brauche ich keine schlechte Berichterstattung à la B., sondern objektive, um eine Diskussion überhaupt anfangen zu können. Alles andere ist Nebelkerzenwerferei!
21:57
#10 Der Informationsfluß und der Kenntnisstand in einem Referat und in einem Jugendamt sollte wohl nicht von der Berichterstattung einer örtlichen Tageszeitung abhängen.
Fordern Sie doch bitte die Protokolle der Dienstbesprechungen, Anwesenheitsprotokolle oder die Dienstanweisungen an. In denen sollte die Zielstellung der Informationspolitik zum Projekt, die Verantwortlichen und die Termine der Realisierung von Vorhaben nachzulesen sein. Idealerweise haben die Empfänger der Informationen die erhaltene Aufgabe mit Datum und ihrer Unterschrift quittiert. Das ist ein Mittel der professionellen Führung.
Wenn Sie derartige Dokumente zu diesem Vorgang aus dem Referat und dem Jugendamt vorlegen können, nehme ich meine Kritik an der Informationspolitik zurück.
Ich vermute aber, daß Sie diese Dokumente nicht finden werden.
Ein Wort zur Tageszeitung. Die WAZ-Gelsenkirchen ist nicht die Redaktion der FAZ oder der Süddeutschen Zeitung. Eine örtliche Tageszeitung hat zu berichten, was in der betreffenden Stadt geschieht und den Bürgern den Blick über den lokalen Tellerrand zu ermöglichen. Die Inhalte der Artikel sind aus lokalpolitischen Grünen „weichgespült“ oder sie werden zugespitzt. Das ist die Realität in Gelsenkirchen und in anderen Städten.
Frau Bucek hat eine spitze Feder, die polarisiert. Ich bin auch nicht über alle Artikel glücklich. Aber endlich mal keine parteipolitische Schönfärberei mit der Darstellung von „genehmigten Problemen“ der Stadt. Wir, die Bürger dieser Stadt, fangen an zu diskutieren über Vorgänge, die sonst nur am Rande von wenigen oder gar nicht wahrgenommen werden, und das ist gut so.
12:19
Tach Frau B., so wird dat nix mittem Pullitzapreis:-).
23:10
Möglicherweise ist unsere Gesellschaft inzwischen so strukturiert, dass vieles nicht mehr beim Namen genannt und vertuscht wird. Der Ehrliche ist offenbar immer der Dumme.
18:24
#9 butterbeidiefische: Da ich mal davon ausgehe, dass beide Leiterinnen lesen können, und die Vorstellung des Projekts genau hier in der WAZ öffentlich gemacht wurde, ist doch sehr stark davon auszugehen, dass die Leiterinnen es wussten. Ich denke ebenso, dass es auf dem doch für Erwachsene örtlich sehr begrenztem Gelände ( 20 Meter zwischen beiden Eingängen) einen Informationsaustausch gab und gibt. Gerade weil beide Einrichtungen in Teilbereichen zusammenarbeiten und Synergieen nutzen. Ich jedenfalls wusste schon vor der reißerischen erneuten Veröffentlichung von diesem Projekt, und glauben sie mir, ich wusste es aus genau dieser Zeitung. Deswegen weise ich ihre Vorwürfe der Informationsdefizite auf das entschiedenste zurück! Ich kenne Herrn Wissmann nicht, gehöre keiner Partei an, aber die Serie der reißerischen Berichte (welche sich im Nachhinein alle relativieren) über (gegen) ihn durch eine Person ist schon langsam nicht mehr zu übersehen, selbst mit gutem Willen nicht. Vieeicht sollte ich aber auch mein Leseverhalten ändern, und nicht mehr kritisch hinterfragen. Sondern einfach nur schlucken, und mir meine(?) Meinung bilden lassen. Tu ich aber nicht, sondern weise auf Missstände, auch in der Berichterstattung hin. Auch wenn diese teilweise ihren Namen nicht verdient.
17:54
hallo #7 anscheinend sind Sie über Hintergründe nicht genügend informiert. Zur Schweitzer Dorf-Geschichte: Es waren nicht alle informiert!
Neben der Elternschaftt waren auch die beiden Leiterinnen nicht informiert. Herr Wissmann hat diese Damen verdonnert, genehme Aussagen zu treffen! Wie nennt man das Vortäuschen von falschen Tatsachen? Ein Herr Dr. Beck gibt diese gewünschten Fakten in der WAZ wieder.
#1 man kann sich dieser Meinung nur anschließen.
15:16
ich denke auch das die Verwaltung richtig gehandelt hat, was die WAZ angeht, so sollte sie sich entscheiden, ob sie die Bild einholen oder sogar überholen will.
13:46
Hier werden mittlerweile die Kommentare entfernt, die darauf hinweisen, dass die Verfasserin des obigen Artikels zum dritten Mal in Folge gegen den Jugendamtsleiter schreibt. Das erste Mal bei der sogenannten Schweizer Dorf Affäre, das zweite Mal bei der Don Bosko Schule und jetzt hier bei der Kita. Alles drei reißerisch und teilweise sehr schlecht recherchiert: Schweizer Dorf war allen Beteiligten bekannt, nur die einen hatten es vergessen, bei Don Bosco wird die Schulleiterin diskreditiert, obwohl sie sich an die Vorgaben hält, und hier bei der Kita wird die richtige Verfahrensweise der Verwaltung schlecht dargestellt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
12:55
Richtige Entscheidung der Verwaltung.
09:43
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