Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 12°C
Medizinwirtschaft

Kinderklinik in Gelsenkirchen wurde ausgezeichnet

13.01.2012 | 17:04 Uhr
Kinderklinik in Gelsenkirchen wurde ausgezeichnet

Gelsenkirchen.Es dient dem Ansehen und damit auch den wirtschaftlichen Ansprüchen, mit denen ein Krankenhaus im 21. Jahrhundert fertig werden muss: Die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen ist zum zweien Mal in Folge mit dem Qualitätssiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“ ausgezeichnet worden.

Dabei handelt es sich um eine Initiative medizinischer Fachverbände, die das Recht von Kindern und Jugendlichen auf eine stationäre medizinische Behandlung in Kinder- und Jugendkliniken betont. Aber: Bis zu 40 Prozent aller Patienten unter 16 Jahre werden in der Bundesrepublik in ein Erwachsenenkrankenhaus eingewiesen.

Viele Kriterien

Er weiß es, weil es sein Metier ist: „Kranke Kinder haben besondere Bedürfnisse. Sie gehören ins Kinderkrankenhaus. Nur dort werden sie von ausgebildeten Spezialisten der Kinder- und Jugendmedizin behandelt“, sagt Dr. Gerrit Lautner. Er ist Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendklinik und freut sich über die Auszeichnung: „Es bestätigt die hohe Versorgungsqualität unserer Klinik.“

Die Prüfungskommission nahm die personelle Ausstattung und die Qualifikation der Ärzte, des multiprofessionellen Therapeutenteams (Logopäden, Physiotherapeuten, Psychologen, Erzieherinnen) und der Pflegenden unter die Lupe, insbesondere ihre pädiatrische Spezialisierung. Ebenso die pädiatrische Ausrichtung der Radiologie, der Labormedizin und der Notfallversorgung. Eine kindgerechte Architektur und Innenausstattung setzten die Prüfer ebenso voraus wie die Mitaufnahme eines Elternteils.

Besondere Ausstattung

„Das Qualitätssiegel gibt Eltern eine Entscheidungshilfe. Wo Kinderklinik draufsteht, ist auch Kinderklinik drin“, sagt Lautner und weist darauf hin, dass ein Krankenhausaufenthalt für Kinder jeden Alters eine tief greifende Erfahrung sei. Sehr oft gerieten sie aus dem Gleichgewicht und verhielten sich anders als zu Hause. Viele hätten Angst vor Schmerzen oder der Trennung von den Eltern. Sie fürchteten sich vor der Behandlung oder einem notwendigen Eingriff.

Lautner: „Insbesondere die Aufnahme einer Begleitperson kann ein Erwachsenenkrankenhaus nicht leisten. Die körperlichen, emotionalen und seelischen Bedürfnisse von Kindern sind je nach Alter und Entwicklungsstufe völlig unterschiedlich. Hier ist besonders geschultes Krankenhauspersonal gefragt.“ Ein Kinderkrankenhaus zeichne sich durch eine pädagogische und psychosoziale Betreuung der Kinder, aber auch flexible Besuchszeiten sowie die besondere Ausstattung von Stationen, Kranken- und Spielzimmern aus.

Redaktion

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6242565/create

Aktuelle Fotos und Videos
40 Jahre Maritim
Bildgalerie
Hotel
Eine echte Gaudi
Bildgalerie
Schützenfest
Drachenwetter auf Consol
Bildgalerie
Himmelsstürmer
Rock Hard in Gelsenkirchen
Bildgalerie
Festival
Aus dem Ressort
Vor 2021 wird Gelsenkirchen den Haushalt nicht ausgleichen
Stärkungspakt
Von 2014 bis 2018 wird die Stadt Gelsenkirchen jährlich gut 25 Millionen Euro zusätzlich aus Düsseldorf erhalten, dem Stärkungspakt Stadtfinanzen sein Dank. Aber die Summe der Kassenkredite wird steigen, bis die Stadt es schafft, den Haushalt aus eigener Kraft auszugleichen – also nicht vor 2021.
Farfan im Visier - Einbrecherbande muss lange ins Gefängnis
Prozesse
Fleischgroßhändler und Weinlager hatten sie jahrelang leer geräumt, nun müssen sie mit karger Gefängniskost vorlieb nehmen. Das Landgericht Essen verurteilte vier Angeklagte aus Bottrop und Gelsenkirchen wegen schweren Bandendiebstahls in mehreren Fällen zu bis zu fünf Jahren und drei Monaten Haft.