Keine Gelbe Tonne für Radler
29.08.2009 | 09:00 Uhr 2009-08-29T09:00:00+0200Gerne würden die Radsportler vom RC Buer/Westerholt den Wertstoffmüll, der bei ihren Veranstaltungen anfällt, ordnungsgemäß entsorgen. Seit es in Gelsenkirchen keine Gelben Säcke mehr gibt, geht das nicht mehr, denn Gelbe Tonnen gibt es für Veranstaltungen nicht.
Dreimal im Jahr lädt der RC Buer/Westerholt Radsportfreunde zu Rundfahrten ein. Das sind die Höhepunkte im Vereinsleben. Die Organisation ist Ehrensache und natürlich Ehrenamt – viel Arbeit also für den großen Spaß.
Probleme gibt es immer wieder beim Thema Entsorgung. „Wir kaufen Lebensmittel ein, die wir unseren Teilnehmern an den Kontrollstellen als Stärkung anbieten”, sagt Uwe Richert, Vorsitzender des Vereins. Um den Verpackungsmüll zu entsorgen, wollte er bei der Stadt im Vorfeld der jährlichen Radtouristikfahrt „Von Buer zum Rhein” gelbe Säcke besorgen – wie in den Vorjahren. Da hatten die Mitglieder Verpackungsmüll in Gelben Säcken gesammelt, und diese Säcke dann mit nach Hause genommen, um sie dort mit ihrem privaten Müll entsorgen zu lassen.
„Gibt's nicht” war die Antwort im Rathaus. Seitens des Entsorgers Rhenus, der im Auftrag von Remondis in Gelsenkirchen den Müll mit dem Grünen Punkt abholt, würden nur noch Gelbe Tonnen entsorgt, Gelbe Säcke seien abgeschafft. Eine Gelbe Tonne aber besitzt der RC nicht – und auch kein Vereinsheim, wo man so eine Tonne unterbringen könnte.
Und so begann für Uwe Richert eine organisatorische Odyssee. „Der Mann an der Hotline schlug mir allen Ernstes vor, unsere Mitglieder sollten den Verpackungsmüll mit nach Hause nehmen und über die eigene Tonne entsorgen”, erzählt er, und rechnet, dass seine Gelbe Tonne gerade einmal für den Müll seiner Familie ausreiche. An der Hotline bekam Richert die Adresse eines Mitarbeiters, der sich mit der Problematik auskennen sollte. An ihn schrieb er einen Brief, im vergangenen Juni, im Vorfeld der großen Tour „Von Buer bis zum Rhein”. Antwort habe er bis heute nicht bekommen. „Wir konnten den Verpackungsmüll also nur unsortiert entsorgen.” Ärgerlich, schließlich sei die Entsorgungsgebühr im Einkaufspreis inbegriffen, und umweltfreundlich sei es ja auch nicht, den Müll nicht zu trennen.
Remondis-Sprecher Michael Schneider kann die Nöte des Vereins zwar nachvollziehen – daran ändern allerdings könne er nichts. „Der spezielle Charakter dieser Veranstaltungen des Radsportclubs Buer birgt natürlich ein logistisches Problem in Sachen Gelber Tonne, da eben kein Vereinsheim zur Abstellung einer entsprechenden Tonne vorhanden ist.”
19:04
Wie - Probleme mit dem Grünen Punkt?
Vertragsunternehmen wollen nicht entsorgen wie vertraglich vereinbart?
Die Vertragsunternehmen für die Karnap-Städte-Entsorgung weigern sich zu entsorgen, obwohl sie dazu verpflichtet sind?
Das interessiert das DSD - Duales System Deutschland GmbH.
Sachliche Informationen über den Vorgang sind zu richten an:
Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH
Duales System Deutschland GmbH
Frankfurter Straße 720-726
51145 Köln-Porz-Eil
Telefon: 0 22 03/9 37-0
Telefax: 0 22 03/9 37-1 90
info(at)gruener-punkt.de
Das SDS in Köln ist wirklich daran interessiert, dass ihre Vertragsunternehmen in den Kommunen ihren eingegangenen Vertrags-Verpflichtungen auch nachkommen und gehen den eigegangenen Beschwerden der Bürger / Unternehmen Kommunen umgehend nach.
Begründung: Dem SDS weht der Wind kräftig in das Gesicht, da viele Kunden des Dualen Systems nicht mehr bereit sind ihre Abgaben für die Entsorgung an das DSD zu entrichten und eigenständig die Entsorgung übernehmen zu wollen.
Gleichfalls sind Bestrebungen im Gange, das DSD abzuschaffen.