Kein Feldversuch in Gelsenkirchen

Bieten Photoment-Steine eine Möglichkeit zur Verbesserung der Feinstaubwerte an der Kurt-Schumacher-Straße? Birgit Lucht, Sprecherin der CDU-Fraktion im Umweltausschuss, wünschte sich dazu einen Sachstandsbericht.

Den gab es auch am Dienstag dieser Woche und zugleich den Wink seitens der Stadtverwaltung, „dass man mit den Steinen nicht den großen Durchbruch erzielt“, so Dr. Thomas Bernhard, stellvertretender Referatsleiter Umwelt, der sich u.a. auf Aussagen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) berief. Die Wirkung der Steine werde von der Stadt nicht so eingestuft, „dass wir eine größere Baumaßnahme heraufbeschwören.“ Der Betonzusatzstoff Photoment kann Schadstoffe wie Stickoxide in der Luft reduzieren.

Bedenken gab es bei der SPD (finanziell zu riskant für eine Haushaltssicherungsgemeinde) und von AUF (viele offene Fragen zu den in den Steinen verwendeten Stoffen). Das sei auch nicht so angedacht, hielt Klaus Rassmann (CDU) entgegen. Dennoch wäre es einen Feldversuch wert, wie ihn andere Städte (Bottrop) unternähmen. Stadtbaurat Martin Harter kommentierte das so: „Muss ich jetzt jeder Erfolgsmeldung aus einer Kommune hinterherlaufen? Reicht die Aussage des Lanuv nicht aus?“