Kamerasystem zeigte nur eine Reduzierung an: Tempo 80

Sein Mandant fahre ein Auto mit einem hochsensiblen Kamerasystem. Das zeige im Display stets die zulässige Geschwindigkeit an. „Deshalb ist er auch bis zu diesem einen Tag nie zu schnell gefahren und hat keinen Punkt in Flensburg“, sagte Rechtsanwalt Posth. Tempo 120 bzw. 100 im umstrittenen A 52-Abschnitt habe ihm das Display aber eben nicht signalisiert – weshalb R. es nach dem 80er Schild gar nicht schnell genug schaffen konnte, von knapp 180 bis zur Radarfalle auf die vorgeschriebenen 80 zu kommen. Aus Sicht des Juristen sei auch die Art der Temporeduzierung zu bedenken. „Ohne entsprechende Hinweise, ohne optische Auffälligkeit... Hier ist das Geschmäckle besonders.“ Zufällig haben sich Posths Mandant und Holger F. bei Gericht getroffen. Ihre Verhandlungen fanden nacheinander statt. Aktuell sind es neben den Männern aus dem Kreis Recklinghausen – von dort nutzen viele die A 52 – weitere vier Fahrer, die bezeugen wollen, dass es keinen „Trichter“ gab.