Jeder Arbeitsplatz ist wichtig

Die Arbeitsförderungsgesellschaft ist realistisch genug und weiß: Sie betritt Neuland, das auch unternehmerisches Risiko birgt. Sie muss mit dem Laden Geld verdienen, weil daran ganz besondere Arbeitsplätze hängen. Beschäftigungen, die Arbeitslosen neue Perspektiven bieten. Natürlich sind ein paar Leute nicht der große arbeitsmarktpolitische Wurf, mögen Pessimisten jetzt sagen. Umgekehrt sage ich: Jeder Arbeitsplatz ist gut und wichtig. Weil sich hinter jeder neuen Beschäftigung ein Mensch verbirgt, der bisher unter der Knute vermeintlicher Aussichtslosigkeit stand. Dass eine Arbeitsförderungsgesellschaft jetzt in den Lebensmittelhandel einsteigt, mag vielleicht überraschen. Weil viele das Kürzel Gafög mit Minijobbern im pflegerischen Außenbereich assoziieren. Was natürlich viel zu einseitig betrachtet ist.

Außerdem hat das neue Tätigkeitsfeld der Gesellschaft hat ja noch eine ganz andere Qualität: In Zeiten demografischen Wandels rückt immer mehr die quartiersnahe Versorgung in den Blick. Und alte Leute legen nicht mal eben ein paar Hundert Meter mehr zu Fuß mit zwei Einkaufstaschen zurück. Für sie ist die Fortsetzung der Nahversorgung ein Segen. Also: Daumen drücken fürs gute Gelingen des neuen Heßler-Markts.