Jazzer musizieren bis nach Mitternacht

„Nous Sommes Charlie“ hieß der Untertitel des Konzertes „Jazz trotz(t) Karneval“, das im Foyer des Hans-Sachs-Hauses erklang. Knapp 50 Saxofonistinnen und Saxofonisten aus Gelsenkirchen und den Nachbarstädten folgten dem Solidaraufruf von Dietmar Schmahl, dem Veranstalter der Reihe, die nun zum 15. Mal über die Bühne ging.

Mit einem kollektiven „Merci, Merci, Monsieur Sax“ erklangen berühmte Saxofon-Themen wie „Take 5“ von Paul Desmond, „Mercy, Mercy, Mercy“ von Joe Zawinul und „Bird´s Lament“ von Moondog im Atrium, das sich für das Programm als akustisch als sehr überzeugend erwies. Mit Michael Finthammer´s Groove-Band ging es dann in das Bürgerforum.

Raffiniert ausgearbeitete Bebop-Passagen ergänzten sich mit harmonisch anspruchsvollen Harmonien a la Yellow Jackets.

Kammermusikalisch im Ton kam dann das Ensemble „Cru Sauvage“ daher, ein Trio, das das Publikum begeisterte. Anlehnungen an Bach, Sibelius oder finnische Volksmusik ließen dennoch viel Freiraum für stilsichere Solopassagen. Zum Abschluss spielte die Big-Band der städt. Musikschule ihr aktuelles Programm mit Julika Dickhöver als Sängerin.

Großer Zuspruch des Publikums

Nach einer vehement eingeforderten Zugabe ging das Jazz-Event gegen Mitternacht zu Ende. Das Veranstalterteam freute sich über den großen Zuspruch des Publikums. Das Consol Theater stand diesmal wegen einer anderen Veranstaltung nicht zur Verfügung.