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Jagdkultur

Jagdlieder tönen durch den Gelsenkirchener Stadtgarten

21.09.2015 | 07:00 Uhr
Jagdlieder tönen durch den Gelsenkirchener Stadtgarten
Kein GPS, kein Smartphone: Was Sache ist, wo und wann man sich trifft, erfahren Jäger durch die Bläser.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Zweites Jagdhorn-Bläsertreffen in Gelsenkirchen am Sonntag im Stadtgarten wurde mit viel Publikum und trockenem Himmel belohnt.

„Zum Trinken“ hören Jäger gern. Das Stück schmetterte die Jagdhorngruppe Dorsten-Altstadt am Sonntag im Stadtgarten. Es endet mit dem Spruch: „Prost!“ Wer sich mit Blasmusik und Jägerei nicht auskennt, konnte hier einiges lernen. Wer indes des Weidmanns Handwerk versteht, wusste sich in bester Gesellschaft.

Annette Hoppenrath, Vorsitzende des Hegerings Gelsenkirchen-Alt, erklärte bei der Begrüßung, warum die Bläser wichtig sind. „Jagdbläser sind unser GPS, unsere Smartphones, denn Jäger müssen kommunizieren. Jäger werden zum Sammeln, zum Aufbruch, zum Essen und Trinken gerufen. Und jedes geschossene Tier erhält als Dank einen eigenen Ruf. “ Darum hätten die Musikkorps eine lange Tradition. „Aber nicht jeder Bläser ist zugleich Jäger, und nicht jeder Musiker geht auch auf die Jagd“, so Annette Hoppenrath.

Bläserkorps eröffnet Fest

Zu Beginn versammelten sich stolze 17 Gruppen aus dem Ruhrgebiet im Stadtgarten, um gemeinsam die Gäste mit „Sammeln“ zu begrüßen. Danach traten sie einzeln auf, hatten gut 15 Minuten lang die Bühne und das Publikum für sich. Den Anfang machte das Bläserkorps Schloss Horst. Moderator Ulrich Dinsing stellte jede Gruppe vor. „Das Bläserkorps Schloss Horst mit seinen zwölf Mitgliedern besteht in dieser Besetzung seit 1998.“ Mit dem „Fürst-Pless-Marsch“, „Horrido“ und „Muffel tot“ eröffneten die Horster den Reigen.

Eine breite Musikpalette gab es. Werke wie „Der Jäger aus Kurpfalz“, „Im Wald und auf der Heide“ sowie „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ kennt man. „Damwild tot“, den „Sächsischen Zapfenstreich“ oder die „Waldkauzpolka“ sind dagegen wohl nicht jedem geläufig. Die Mischung, darunter auch „Amazing Grace“ und das „Steigerlied“, machte den Reiz aus.

Der Musik verfallen

Wie wird man eigentlich Jagdhorn-Bläserin? Birgit Lehmbruck spielt das Fürst-Pless-Horn und ist Mitglied der Jagdhorngruppe Dorsten-Altstadt. „Durch reinen Zufall. Ich war, das muss so 15 oder 16 Jahre her sein, mit anderen Leuten auf einer Hütte. Ich hab’s einfach mal ausprobiert und es gefiel mir. Mein Mann hat mir dann zu Weihnachten das Instrument geschenkt.“ Seitdem ist sie der Musik verfallen. Sie probt einmal die Woche und freut sich auf die Hubertusmesse: „Wir sind einfach eine lustige Truppe und haben viel Spaß zusammen.“

Jagdbläser aus Bottrop, Gahlen, Oberhausen, Mülheim, Marl, Herten, Bochum, Herbede, Ennepetal, Herne und Üfte traten im Stadtgarten auf. Aus Gelsenkirchen wirkte neben den Horstern das Bläserkorps Gelsenkirchen-Alt mit.

Die Musik unter freundlich gesinntem freien Himmel fand so viel Interesse, dass immer mehr Stühle herbeigeschafft werden mussten. Die „Rollende Waldschule“ mit Infos zu Flora und Fauna, ein Falkner mit lebenden Raubvögeln und eine Vorstellung verschiedener Jagdhund-Rassen komplettierten das Bläsertreffen.

Lokales
17 Gruppen nahmen an dem Bläser-Treffen teil

Annette Hoppenrath, Vorsitzende des Hegenrings Gelsenkirchen-Alt e.V., begrüßte die Musikgruppen und Zuschauer.

Zum zweiten Mal wurde das Bläsertreffen in Gelsenkirchen gefeiert.

Insgesamt nahmen 17 Gruppen an dem Treffen im Stadtgarten teil.

Durch das Programm führte Ulrich Dinsing als Moderator.

Kerstin Halstenbach

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2015-09-21 07:00
Oberhausen, Jäger, Hegering, Jagdhorn
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