Industriegebiet Rheinelbe mit hohen Auflagen

Für die CDU-Fraktion im Bezirk Süd begründete Barbara Fuest in der Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag den Antrag auf einen Sachstandsbericht rund ums Industriegebiet Rheinelbestraße unter anderem so: Der CDU sei zu Ohren gekommen, dass es Anfragen von interessierten Unternehmen gegeben habe, die jedoch abgelehnt worden seien. „Aber wir brauchen doch Gewerbe“, betonte die Bezirksvertreterin der Union. Guido Gremm von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung informierte das Gremium zunächst über die dort angesiedelten Unternehmen und zeigte auf, welche Flächen (Eigentümer ist NRW.Urban) noch frei sind. Etwa die 7600 Quadratmeter reines Gewerbegebiet und 3900 qm Mischgebiet in Nachbarschaft zum Cura Seniorenzentrum. „Es gibt einen hohen Rechtsanspruch der umliegenden Anwohner und sehr hohe Lärmschutzanforderungen“, sagte Gremm. Mehrere Millionen Sanierungskosten seien von NRW.Urban geflossen – allerdings auch verbunden mit Auflagen an Folgeunternehmen. Eine dieser Auflagen: Unternehmen, die sich hier ansiedeln, dürfen ihre Umsätze nicht innerhalb eines 50 Kilometer-Radius’ machen. Für die Alt-Unternehmen gibt es nach Worten Gremms Bestandsschutz. Größter Arbeitgeber ist mit rund 1000 Beschäftigten Amevida (ehemals Tectum). Das Unternehmen habe auch die größte Ansiedlungsfläche.