In der Ferienschule steht Minigolf auf dem Stundenplan

Minigolf stand auf dem Stundenplan der  22 Kinder und Jugendlichen aus sechs Nationen, die die die Ferienschule des Integrationscenters besuchen. Förderlehrerin Jeanette Kaiser zeigt hier Sevil (11), wie es geht.
Minigolf stand auf dem Stundenplan der 22 Kinder und Jugendlichen aus sechs Nationen, die die die Ferienschule des Integrationscenters besuchen. Förderlehrerin Jeanette Kaiser zeigt hier Sevil (11), wie es geht.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
22 Kinder aus sechs Nationen besuchen diesmal die Ferienschule des Integrationscenters Gelsenkirchen. Beim Minigolf ging es nicht nur ums Lernen.

Gelsenkirchen..  Über die ganze Minigolfanlage „Schloss Berge“ wuseln die 22 Kinder aus sechs Nationen (Syrien, Albanien, Griechenland, Rumänien, Iran und Angola), die in diesem Jahr an der Ferienschule des Kommunalen Integrationszentrums Gelsenkirchen (Kige) teilnehmen. In Gruppen aufgeteilt,versuchen alle am Ende, so wenig Minigolfschläge wie möglich auf ihren Zetteln stehen zu haben.

Vor einem Jahr mit der Familie aus Syrien geflohen

„Ich bin in der Ferienschule, um noch besser Deutsch zu lernen. Aber wenn wir zwischendurch mal so einen Ausflug wie heute machen, ist das besonders schön“, sagt Falah (16), der vor über einem Jahr mit seiner Familie aus Syrien geflüchtet ist und nach den Sommerferien die neunte Klasse an der Gesamtschule Ückendorf besucht. Sein Deutsch ist schon jetzt sehr gut. Der Andrang auf die Ferienschule sei in diesem Jahr besonders groß gewesen. so die Kige. „Darum werden wir einen zweiten Durchgang ab dem 27. Juli machen. Die Kinder und Jugendlichen sind voller Tatendrang und möchten viel lernen“, freut sich Vera Kükenshöner, zuständig für die Koordination bei Kige. Jeden Tag kommen die Kinder während der Ferien freiwillig in die Ferienschule im Wissenschaftspark. „Das Engagement ist wirklich klasse.“

Viele Kinder kommen aus Krisengebieten

Ziele der Schule sind einerseits das Erlernen der deutschen Sprache und Wortschatzarbeit, andererseits die Erkundung der Stadt. Bei Ausflügen wie dem heutigen zur Minigolfanlage in Buer, zum Freibad Nienhausen oder zur Stadtbibliothek, sollen sie Gelsenkirchen besser kennenlernen.

„Gleichzeitig üben sie dabei wieder spielerisch die Sprache. Aber es ist uns auch wichtig, dass sie einfach mal eine schöne Zeit haben. Einige kommen schließlich aus Kriegsgebieten und haben Schlimmes erlebt“, erklärt Kükenshöner berührt. Wer die Kinder mit ihren Schlägern und Bällen strahlend über die Minigolfanlage rennen sieht, würde kaum glauben, was für ein hartes Schicksal die meisten von ihnen bereits hinter sich haben. „Mir macht Minigolf total Spaß und ich möchte hier noch besser Deutsch lernen“, lächelt Sindi. Die 15-Jährige kam vor fast einem Jahr aus Albanien nach Gelsenkirchen und besucht jetzt das Grillo-Gymnasium.

Jungen Zuwanderern eine Perspektive geben

„Es ist unsere Aufgabe, die neu Zugewanderten in unsere Gesellschaft zu integrieren und gerade den jungen Menschen eine Perspektive zu geben“, meint Stadtdirektor Dr. Manfred Beck, der den Kindern beim Ausflug einen Besuch abgestattet hat. Beck erwartet zukünftig weiter einen konstanten Anstieg an Zuwanderern.