In der Bahn zur Schalker Arena wird’s eng

In Doppeltraktion fahren die Züge der Bogestra normalerweise an Veranstaltungstagen auf der Linie 302, um das Personenaufkommen zu bewältigen.
In Doppeltraktion fahren die Züge der Bogestra normalerweise an Veranstaltungstagen auf der Linie 302, um das Personenaufkommen zu bewältigen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Bogestra muss Zug-Ausfälle ihrer Niederflurtypen NF6D mit anderen Fahrzeuen kompensieren und setzt zum Rückrundenstart vor dem Schalker Heimspiel auf Variobahnen.

Gelsenkirchen.. Andrea Wirth aus dem Bereich Kundenservice der Bogestra warb bereits im Verkehrsausschuss am Donnerstag um Verständnis für Verspätungen und Probleme durch befürchtete Achsschäden an Niederflurzügen. An einem Wagen war ein kleiner Riss an einer Achsbrücke festgestellt worden. Die 42 Straßenbahnen des Typs NF6D sind seither sicherheitshalber nur noch mit Tempo 30 (statt maximal 70 Stundenkilometer) auf allen Linien unterwegs, in Doppeltraktion für den Veranstaltungsverkehr werden sie vorerst gar nicht mehr eingesetzt.

Zur Nagelprobe für das Verkehrsunternehmen kommt es damit am heutigen Samstag – wenn tausende Fußballfans zum ersten Heimspiel der Rückrunde mit der Linie 302 zur Arena streben. „Wir haben die Herausforderung erkannt und tun alles, um die gewohnt gute Qualität zu gewährleisten“, verspricht Bogestra-Sprecher Christoph Kollmann.

Das Unternehmen tauscht die Niederflurfahrzeuge für den Spieltag aus. „Unsere Variobahnen werden einen Großteil übernehmen und die Anzahl der Busse wird erhöht, um den Verkehr abzuwickeln“, insgesamt werde die Fahrzeugzahl erhöht, um den Verkehr abzuwickeln, so Kollmann. Die Regelung gilt vorerst für alle Großveranstaltungen und wurde mit der Technischen Aufsichtsbehörde der Bezirksregierung Düsseldorf abgestimmt. Mit einer technischen Lösung rechnet die Bogestra frühestens in einigen Wochen.