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Mobile Jugendarbeit

Im Rapcamp auf Eminems Spuren

12.10.2010 | 16:34 Uhr
Im Rapcamp auf Eminems Spuren
Selcuk , Salih, Patrick und Dominik (v.l.) nahmen in Rapcamp ihre Stücke auf. Foto: Olaf Fuhrmann

Einmal rappen wie Megastar Eminem. Oder wie der Deutsche Samy Deluxe. Diesem Traum kamen am Montag fünf Jugendliche näher. Unter annähernd professionellen Bedingungen nahmen sie mit zwei Mitarbeitern der Mobilen Jugendarbeit ihre selbst verfassten Rap-Texte auf. Die Räumlichkeiten an der Wilhelm-Busch-Straße in der Neustadt verwandelten sich für einen Tag in ein Hip-Hop-Studio.

„Hip Hop höre ich von klein an“, sagt Teilnehmer Salih (18) kurz nach dem zweiten Frühstück. „Wir nehmen gerade seinen Track und meinen Track auf“, zeigt der Hobby-Rapper auf seinen Studiopartner Selcuk (16). „Wir haben unsere Texte zu Hause geschrieben und mitgebracht“, sagt der. „Wenn sie nicht so gut sind, schreiben wir sie hier um.“

Beim Umtexten helfen Fabian Peters und Erkan Öztürk von der Mobilen Jugendarbeit. Auf im Rap oft übliche und üble Beleidigungen müssen die Jungs verzichten. „Wichtig ist für mich dieses Gemeinschaftsding“, sagt Fabian Peters. „Diesen Beef und dieses Gedisse möchte ich hier aufbrechen“, sagt er und meint damit eben genau diese aggressiven Anfeindungen im Rap-Geschäft. Davon ist im Camp allerdings nichts zu spüren.

In zwei Räumen stehen Laptops, Mikros, Boxen, und was sonst noch so gebraucht wird, um Lieder unter Studiobedingungen aufzunehmen. „Das Rapcamp in dieser Form machen wir im zweiten Jahr. Aber Hip-Hop-Workshops gab es schon vorher bei uns“, sagt Peters.

Mobile Jugendarbeit

Die Mobile Jugendarbeit ist als Gemeinschaftsprojekt der Katholischen Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen und des Bauvereins Falkenjugend ein Freizeitangebot für Jugendliche. Noch bis zum 22. Oktober können sich Bands für das Newcomer-Festival der MJ im Jugendzentrum Tossehof bewerben. Infos unter www.mobilejugendarbeit.de.

Auch „Eure Jungs“ sind zu zwei Dritteln am Start. Sonst nehmen Patrick (19) und Dominik (16) ihre Stücke mit Johann (17), der nicht dabei ist, im heimischen Keller auf. Aber zum Einen ist der Computer dort kaputt und zum Anderen ist Patrick „der Austausch mit den anderen“ wichtig. Außerdem bekommt er einen Extra-Kurs in Tontechnik von Fabian Peters und lernt etwas über Studio-Tools wie Equalizer und Kompressoren. Fünfter im Rapcamp-Bunde ist der 20-jährige „Brocklyn“.

„Das Endergebnis ist, dass jeder mit mindestens einem eigenen Song auf CD oder MP3-Stick nach Hause geht“, sagt Peters. Außerdem habe es bei den bisherigen Workshops immer auch einen gemeinsamen Camp-Song von allen Teilnehmern gegeben. Eminem und Samy Deluxe rappen ja schließlich auch nicht immer nur allein.

Tobias Mühlenschulte

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Kommentare
19.10.2010
16:33
Im Rapcamp auf Eminems Spuren
von P | #2

Kommentare von jemanden der sicht Marlboro-Mann nennt kann man nicht ernst nehmen.

13.10.2010
13:07
Im Rapcamp auf Eminems Spuren
von Marlboro-Mann | #1

Gibt es in Gelsenkirchen eigentlich noch Heranwachsende, egal welcher Couleur, die ohne Betreuung erwachsen werden können?

Ein schönes Leben noch...

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