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Hochschule untersucht Pflegealltag

25.01.2016 | 18:23 Uhr

Aufgrund des demografischen Wandels gibt es für immer mehr ältere Patienten weniger Pflegekräfte auf den Stationen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass der „Traumberuf“ längst keiner mehr ist. Hohe Arbeitsbelastung sowie wenig Anerkennung und Entlohnung lassen viele frühzeitig aus dem Beruf aussteigen. Ein Weg führt über die krankheitsbedingte Erwerbsminderung in die Rente (EM-Rente). Welche Einflussfaktoren Erwerbsminderungsrenten in der stationären Pflege begünstigen, untersucht eine aktuelle Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Westfälische Hochschule.

Eine Ursache für die Inanspruchnahme von EM-Renten sieht IAT-Forscherin Laura Schröer im Konflikt der Beschäftigten zwischen ihrem ursprünglichen Berufsideal und dem Betriebsalltag. Viele Pflegekräfte erleben ihre Arbeit als „Rush-Hour rund-um-die-Uhr“. Folgen können Unzufriedenheit und auch psychische Erkrankungen sein.

Um EM-Renten in der stationären Krankenpflege vorzubeugen, könnten laut Schröer ein stärkeres und präventiv ausgerichtetes Gesundheitsmanagement sowie Rehabilitationsmaßnahmen mit Berufsbezug dienen. Auch sollten Betriebsärzte und Führungskräfte durch Schulungen besser für die Probleme am Arbeitsplatz und Möglichkeiten der Prävention sensibilisiert werden.

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2016-01-25 18:23
Gelsenkirchen