Heßler-Markt bietet viele(n) neue Perspektiven

Alles da: Das Sortiment im Heßler-Markt ist breit gefächert. Ursula Hanowski (li.) und Indra Kraska bestücken die Auslage.  Obst, Gemüse, Wurstwaren oder auch Milchprodukte werden erst nächste Woche geliefert.
Alles da: Das Sortiment im Heßler-Markt ist breit gefächert. Ursula Hanowski (li.) und Indra Kraska bestücken die Auslage. Obst, Gemüse, Wurstwaren oder auch Milchprodukte werden erst nächste Woche geliefert.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Für die Kunden wird der Laden ein Nahversorgungs-Ziel, für die Gafög ein Qualifizierungsprojekt und für viele Beschäftigte ein beruflicher Neuanfang.

Gelsenkirchen.. An 450 Quadratmetern Verkaufsfläche am Fersenbruch hängen große Hoffnungen: beim Marktbetreiber, bei den Mitarbeitern, in der Nachbarschaft. Dort wartet man sehnlich darauf, dass der ehemalige Edeka-Standort wieder öffnet.

Als „Heßler Markt – anders, aber gut“ wird der Laden am 25. Juni, 8 Uhr, den Neustart wagen – mit der Gafög Arbeitsförderungsgesellschaft als Betreiber, mit Anne Duwe als erfahrener Marktleiterin, mit breitem Sortiment und einer stattlichen Zahl unter den 18 Beschäftigten (verteilt auf 13,5 Stellen), für die sich erstmals nach langer Arbeitslosigkeit neue berufliche Perspektiven ergeben sollen. Projektleiterin Heike Hennig wird die Hilfskräfte in den nächsten zwei Jahren begleiten. Der Anspruch: „Sie so stark machen, dass sie auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Chance haben.“

Eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wird die Markteröffnung nach mehrwöchiger Zwangspause für Erika Werner und auch Ursula Hanowski. 37 Jahre hat sie am Fersenbruch für Edeka gearbeitet, Erika Werner war „gut 27 Jahre hier“. Dann drohte ihr die Arbeitslosigkeit. Mit 63, wenige Jahre vor der Rente. „Ich bin sehr froh, dass ich trotz meines Alters genommen wurde“, sagt sie. Für die beiden Frauen ist die Wiedereröffnung ein persönlicher Gewinn. Und sie sind überzeugt: „Auch die Kunden kommen wieder, die haben wir auf unserer Seite, die warten schon auf die nächste Woche.“

Anstrich, Holz- und Metallarbeiten mit Bordmitteln

„Ich denke, das wird ein gutes Team werden“, sagt Gafög-Geschäftsführer Dr. Stefan Lob. Der Beschäftigungsträger hat einen Mietvertrag über fünf Jahre abgeschlossen, mit der Option auf Verlängerung. Zudem wurde ein „beträchtlicher fünfstelliger Betrag“ in den Standort investiert. Plus Arbeitsleistung. Frisch, freundlich, geräumiger und geordneter als zuvor wirkt das Ergebnis. Anstrich, Holz- und Metallarbeiten, aber auch die Pflasterung vor dem Laden haben wir mit Bordmitteln und eigenen Kräften ausgeführt“, sagt Lob. Der Ladenumbau wurde damit zum praktischen Betätigungsfeld für die Gafög-Kräfte.

Eine Woche vor Verkaufsstart sind die Regale im Laden schon gut gefüllt. Donnerstag wird am Kassensystem gewerkelt, geräumt, geputzt. Die nagelneue 12,5 Meter lange Frischetheke (Duwe: „unser Prunkstück“) will noch gefüllt werden: Die Frischwaren wie Molkereiprodukte, Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst und Käse kommen natürlich erst nächste Woche. Wurstwaren und Brot bezieht der Markt von lokalen Produzenten, Hauptlieferant für das Supermarktsortiment ist „C nah und frisch“. „Damit haben wir ein breit gefächertes Sortiment und auch wieder die Edeka-Eigenmarken“, sagt Duwe. Und: „So langsam steigt die Aufregung. Das ist wie bei einem Haus. Es wird von Tag zu Tag schöner.“

Kundenwünsche wurden in die Marktplanung einbezogen. Das Bio- und Feinkostsortiment wurde erweitert, ein Lieferdienst mit einem Transportdreirad wird aufgebaut. Im Laden wird es auch einen Büchertauschschrank geben.

Zur Laden-Eröffnung am 25. Juni (8 Uhr) wird es Gegrilltes, Sonderangebote und kleine Überraschungen geben.