Herbstmarsch durch Bismarck
17.10.2011 | 17:21 Uhr 2011-10-17T17:21:00+0200
Gelsenkirchen. 250 Frischluftfreunde waren der Einladung von Gelsensport zum 25. Wandertag gefolgt und brachen am Sonntagvormittag vom Consol-Gelände aus zu einer wahlweise sechs oder elf Kilometer langen Tour durch den Stadtteil Bismarck auf.
Das Wandern ist eben doch nicht nur des Müllers Lust. 250 Frischluftfreunde waren der Einladung von Gelsensport zum 25. Wandertag gefolgt und brachen am Sonntagvormittag vom Consol-Gelände aus zu einer wahlweise sechs oder elf Kilometer langen Tour durch den Stadtteil Bismarck auf. Ausrichter war die Fachschaft Turnen.
Auf den geführten Wanderrouten lagen Wegmarken wie zum Beispiel der Ringlokschuppen, Consol selber, die Zoom Erlebniswelt oder der Sportplatz an der Reckfeldstraße. Die Teilnahme war wie immer kostenlos, zur Stärkung gab es zwischendurch einen Apfel und zum Abschluss eine Erbsensuppe.
Bei strahlendem Sonnenschein trudelten die Teilnehmer – vornehmlich Frauen und Männer ab 50 Jahren – an der Trendsportanlage Consol Park ein. „An und für sich machen wir jedes Jahr mit. Das tut uns gut“, sagte die mit Wanderstöcken perfekt ausgerüstete Katernbergerin Margarete Noll (76), die sich mit einer Freundin aus Bismarck für die kürzere Sechs-Kilometer-Wanderung entschieden hatte: „Mehr schaffe ich nicht.“
Und auch Ulrike Westphal von Gelsensport sagte via Mikrofon: „Übernehmen Sie sich bitte nicht. Elf Kilometer sind kein Spaziergang.“ Für die Auswahl der Strecken entlang der Erzbahntrasse war auch bei der 25. Auflage des Wandertags wieder Siegfried Granitzki (86!) zuständig, der die Touren im Vorfeld mit dem Fahrrad auskundschaftet. Dabei legt er Wert darauf, dass möglichst wenige Häuser und dafür möglichst viel Grün die Wege säumen.
Bis 2006 war der Startpunkt des Gelsensport-Wandertags die Volksbank in der Altstadt. Dann musste sich das Geldinstitut aber als Sponsor zurückziehen, erklärte Ulrike Westphal, Vorsitzende der Fachschaft Turnen bei Gelsensport. Für die eigentliche Wanderung hieß dass aber auch, dass die Strecken fortan nicht immer erst aus der Innenstadt hinaus führen mussten. Start der 26. Ausgabe des Wandertags soll das Jahnstadion im Stadtteil Heßler sein.
„Außerdem sollte auch ein bisschen Kultur dabei sein. Diesmal ist zum Beispiel der Ringlokschuppen Bismarck dabei. Und neben Consol gehört auch der Sportplatz Reckfeldstraße dazu.“ Zu jeder Wegmarke gab es von den Tourleitern Erläuterungen. Die längere Elf-Kilometer-Tour führte weitläufig um die Zoom Erlebniswelt herum.
Zu den jüngeren Teilnehmern zählte etwa die Familie Pfannmüller aus Erle. Vater Stefan, Mutter Verena und die beiden Kinder Stella (6) und Falko (8) waren zum ersten Mal mit von der Partie: „Wir gehen viel spazieren und als wir von dem Wandertag gelesen haben, dachten wir uns ,Ach, die sechs Kilometer schaffen wir!’“. „Draußen sein ist schön“, ergänzte der Nachwuchs und schon gab Detlev Preuß, Bezirksvorsteher Gelsenkirchen Mitte, das Startsignal.
Der Wandertag sei auch immer eine gute Gelegenheit zur Kontaktaufnahme, sagte Ulrike Westphal. Und es gehe auch darum, seine Heimatstadt besser kennenzulernen. „Ich höre hinterher von den Teilnehmern ganz oft: ,Ich bin hier aufgewachsen, aber die Ecke kannte ich noch nicht.“ Margarete Noll und ihre Freundin können das nur bestätigen. „Da lernt man Wege und Orte kennen, die man sonst nicht wahrnimmt“, freuten sich die Wander-Damen auf ihre sechs Kilometer über Erzbahntrasse und durch Bismarck.
Auf halber Strecke gab es für die Teilnehmer einen Apfel zur Zwischenstärkung und einen Kontrollstempel auf der Startkarte, die sie an der Trendsportanlage ausgehändigt bekommen hatten. Als Starthilfe kam ein nur allzu passendes Lied aus den Lautsprechern: „Das Wandern ist des Müllers Lust“ Aber eben nicht nur!
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