Herabfallende Ziegel Gefahr für Passanten in Gelsenkirchen

Ein Tunnel soll vor Steinbrocken schützen.Foto:Vanheiden
Ein Tunnel soll vor Steinbrocken schützen.Foto:Vanheiden
Was wir bereits wissen
Herabstürzende Steinbrocken aus dem Mauerwerk des Nachbarhauses treiben dem Inhaber einer Reha-Praxis in Gelsenkirchen die Sorgenfalten auf die Stirn.

Gelsenkirchen.. Herabstürzende Steinbrocken aus dem Mauerwerk des Nachbarhauses treiben derzeit Hans Vanheiden die Sorgenfalten auf die Stirn. Der Inhaber einer Reha-Praxis im Fersenbruch 14 in Heßler berichtete der Redaktion davon, dass „in den vergangenen zwölf bis 14 Monaten immer wieder Ziegelsteine aus der Fassade des Nachbarhauses“ mit der Hausnummer zwölf auf den Zuweg zur Praxis gefallen seien. Zuletzt noch Ostern. Eine Gefahr für Passanten und Patienten.

Deshalb hat Vanheidens Vermieter, die Evangelische Kirche, „ein Stahlgerüst auf den Weg zum Haus aufstellen lassen“, das mit Bretterbohlen vor Herabfallendem schützt, wie Ulrich Reif von der Abteilung Instandhaltung der Kirche mitteilte.

Hausbesitzer nicht erreichbar

Wobei aber Hans Vanheiden betont, dass dies erst nach mehrfachem Drängen seinerseits geschehen sei.

Auch „das Bauordnungsamt ist von ihm per Mail am Donnerstag benachrichtigt“ worden, wie Stadtsprecher Martin Schulmann sagte. In erster Linie sei aber der Eigentümer für die Sicherheit seines Gebäudes zuständig. „Trotzdem schicken wir Fachleute zur Begutachtung der Gefahrenlage heraus“, so Schulmann weiter. Auch der Hausbesitzer werde angeschrieben.

Das hat die Kirche bereits getan. „Nachdem wir mehrfach vergeblich versucht haben, den Besitzer aus Marl telefonisch und schriftlich zu erreichen“, sagte Ulrich Reif, „ist bereits am vergangenen Dienstag ein anwaltliches Einwurfeinschreiben an den Eigentümer herausgegangen.“ Darin werde ihm eine Frist gesetzt, Abhilfe zu schaffen.

Tut er das nicht, träte die Stadt in Vorleistung und würde den Hausbesitzer danach zur Kasse bitten.